Der nordische Kombinierer Mario Seidl hat am Montag auf Instagram sein Karriereende bekannt gegeben. Der 33-jährige Salzburger wird sich im Februar vom internationalen Spitzensport verabschieden.
In den vergangenen Monaten habe er gemerkt, dass Körper und Geist den nötigen Trainingsumfang für die Weltspitze nicht mehr bewältigen können. Daher sei für ihn nun der richtige Zeitpunkt gekommen, seine sportliche Laufbahn zu beenden und die nordische Kombination loszulassen. Für den Olympia-Kader in Mailand/Cortina wurde er nicht berücksichtigt. Dort gehen Johannes Lamparter, Stefan Rettenegger und Thomas Rettenegger an den Start.
Seidls größte sportliche Erfolge feierte er im Team. Bei der Weltmeisterschaft 2017 in Lahti gewann er Bronze, ebenso bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang. Im Weltcup stand Seidl im Einzel insgesamt achtmal auf dem Podest.
Im Zusammenhang mit seiner Karriere sorgte auch ein langjähriges Dopingverfahren für Schlagzeilen. Nach einer auffälligen Blutkontrolle leitete die Nationale Anti-Doping Agentur Austria im Jänner 2020 ein Verfahren wegen Blutdopings gegen Seidl ein. Mehr als fünf Jahre später verhängte der Internationale Sportgerichtshof im Mai 2025 rückwirkend eine vierjährige Sperre.
Damit wurden ihm sämtliche Erfolge zwischen Ende November 2019 und Ende November 2023 sowie im Zeitraum von Februar bis April 2019 aberkannt. Betroffen sind unter anderem zwei bei Weltmeisterschaften in Seefeld 2019 und Oberstdorf 2021 gewonnene Team-Bronzemedaillen. Seidl beteuerte auch nach dem letztinstanzlichen Urteil stets seine Unschuld.
Sportlich wird Seidl, der diese Saison 18. in Ruka wurde, seine Karriere beim Nordic Combined Triple in Seefeld beenden. Sollten die Wettkämpfe dort gut verlaufen, könnte er sich noch einen persönlichen Traum erfüllen und beim Skifliegen am Kulm an den Start gehen.