Teenager für Sex verkauft

Beichte von Axt-Killer führte zu Prostitutionsring

Vor rund zwei Jahren tötete ein 45-Jähriger einen Burschen (16) mit einer Axt. Seine Beichte führte nun zur Sprengung eines Prostitutionsrings.
Newsdesk Heute
11.06.2026, 08:21
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Im Jahr 2024 erschütterte eine schreckliche Bluttat Österreich. Am 7. Oktober erschlug ein 45-Jähriger in Wien-Favoriten einen erst 16 Jahre alten Burschen mit einer Axt. Der Jugendliche sei per Facebook an den Mann vermittelt worden. Er bezahlte den Burschen regelmäßig für Sex und gemeinsame Wochenenden.

Dabei hatte sich der 45-Jährige in den Teenager verliebt. Dieser erwiderte die Gefühle jedoch nicht. Schlussendlich musste der 16-Jährige dies mit seinem Leben bezahlen. Ganze 50 Mal soll der Täter mit der Axt zugeschlagen haben. Dann folgte das schockierende Geständnis: "Da liegt ein Zerfleischter in meiner Wohnung."

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Beichte führte Ermittler zu Lokal

Der 45-Jährige wurde im vergangenen Juni im Wiener Landesgericht zu lebenslanger Haft verurteilt – nur kurze Zeit später nahm er sich im Gefängnis das Leben. Zuvor legte der Mann aber eine Beichte ab, die weitere Ermittlungen ins Rollen brachte, berichtet die "Krone". Demnach soll das Opfer aus Bulgarien bereits mit 14 Jahren von seiner Familie in einem Lokal in Wien-Margareten zur Prostitution gezwungen worden sein.

Damit war der Jugendliche offenbar nicht alleine. Auch andere junge Burschen seien dort von den Betreibern des Lokals bereits seit Jahren zum Sex an meist ältere Freier vermittelt worden. Der 45-Jährige berichtete sogar von einem Vorfall, bei dem ein Zwölfjähriger an Pädophile vermittelt worden sei.

Neben dem Betreiber stehe auch der Chefkellner des sogenannten "Boyscafés" im Zentrum der Ermittlungen. Die Vorwürfe lauten auf Menschenhandel, Förderung der Prostitution Minderjähriger und in wenigen Fällen sogar Pädophilie. Insgesamt führe die Wiener Staatsanwaltschaft nun Ermittlungsverfahren gegen 15 Beschuldigte. Es soll mindestens 15 Opfer gegeben haben – unter ihnen auch der tote 16-Jährige.

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