Beim Restaurantbesuch greifen viele automatisch zur Insalata Mista, wenn sie "gesund" essen wollen. Ein paar Salatblätter, Gurke, Tomaten - und das gute Gewissen sitzt mit am Tisch. Doch der Körper wollte vielleicht etwas ganz anderes.
Das Problem: Viele Menschen glauben, es gebe objektiv gesunde Gerichte. Wissenschaftlich betrachtet existiert dafür aber kein belastbarer Beweis. Entscheidend ist vielmehr die individuelle Verträglichkeit - ein Gericht kann nur dann gesund sein, wenn dein Körper es gut verträgt.
Wie chip.de unter Berufung auf den Diplom-Ernährungswissenschaftler Uwe Knop berichtet, sollte man auf sein "kulinarisches Körpergefühl" hören. Das System aus Hunger, Appetit und Sättigung funktioniert meist deutlich besser als jede Ernährungsregel.
Caprese: Tomaten, Mozzarella, Olivenöl und Basilikum - diese einfache Kombination ist für viele besonders angenehm. Wenige Zutaten, klarer Geschmack und kein komplizierter Saucen-Überbau. Der Körper signalisiert schnell: Das passt.
Gegrillter Fisch: Ein Klassiker wie Dorade oder Wolfsbarsch mit etwas Olivenöl, Zitrone und Kräutern. Diese Naturbelassenheit sorgt häufig dafür, dass viele Menschen solche Gerichte hervorragend vertragen.
Pasta: Kohlenhydrate gelten als vermeintlicher Dickmacher - doch es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis, dass Nudeln Menschen pauschal krank machen. Eine klassische Pasta mit Tomaten- oder Gemüsesauce sättigt und macht zufrieden.
Wer Lust auf Pasta hat, sollte Pasta bestellen. Wer nach Fisch verlangt, nimmt den Fisch. "Gesund ist das Essen, das Ihnen bekommt und Freude macht", so Knop. Die Angst vor Kohlenhydraten und ein schlechtes Gewissen beim Essen seien oft schädlicher als die Nudeln selbst.