Geräuchert, gebraten oder roh?

Lachs – So zubereitet ist er am gesündesten

Lachs gilt aufgrund seiner Nährstoffvielfalt als Superfood. Doch je nach Zubereitung kann sich der Nährstoffgehalt verändern.
Heute Life
04.03.2026, 15:48
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Ob als Sushi, Ofenfilet, auf dem Frühstücksbrot oder im Salat – Lachs zählt zu den beliebtesten Fischsorten weltweit. Sein zarter Geschmack und die vielseitige Zubereitung machen ihn zum Fixstarter auf vielen Speiseplänen. Gleichzeitig gilt Lachs als echtes Gesundheits-Lebensmittel: Er liefert hochwertiges Eiweiß, wichtige Omega-3-Fettsäuren sowie Vitamin D und Jod – Nährstoffe, die Herz, Gehirn und Immunsystem unterstützen, sowie Selen, Jod und Kalium.

Sowohl Zuchtlachs als auch Wildlachs sind reich an Omega-3-Fettsäuren. Es gibt jedoch einige ernährungsphysiologische Unterschiede, erklärt die britische Ernährungsberaterin Nichola Ludlam-Raine gegenüber der "Daily Mail".
"Zuchtlachs hat in der Regel einen höheren Gesamtfett- und Kaloriengehalt als Wildlachs. Auch der Omega-3-Gehalt kann variieren – Wildlachs hat nicht automatisch einen höheren Gehalt, er hängt von der Art ab und, bei Zuchtlachs, von der Zusammensetzung des Futters", sagt die Autorin des Buches "How Not to Eat Ultra-Processed" (dt. "Wie man ultra-verarbeitete Lebensmittel vermeidet").

Hoher Eiweißanteil

Ein typisches Lachsfilet von 120 bis 150 Gramm liefert etwa 24–33 Gramm Eiweiß, was einen erheblichen Teil der Empfehlung von 59 bis 102 Gramm pro Tag für Frauen und 67 bis 114 Gramm pro Tag für Männer ausmacht.
Es enthält außerdem zwischen 11 und 16 Gramm Fett – Zubereitungsmethoden, Marinaden und Soßen können diesen Wert erheblich erhöhen.

Unterschiedlicher Fettanteil je nach Stück

Der Fettanteil im Lachs variiert je nach Teilstück: Bauch- und Mittelstücke sind meist fettreicher, während das Schwanzstück in der Regel magerer ausfällt. Dadurch kann das Schwanzstück etwas mehr Eiweiß pro Kalorie liefern, während das Mittelstück oder Filet insgesamt mehr Fett – und damit auch mehr Omega-3-Fettsäuren – enthält. In der Praxis sind diese Unterschiede jedoch eher gering und fallen weniger ins Gewicht als Faktoren wie Fischart, Wildfang oder Zucht sowie die jeweilige Zubereitungsart.

So zubereitet ist Lachs am gesündesten

Roh

  • Vorteil: beste Nährstofferhaltung, weil keine Hitzeeinwirkung stattfindet.
  • Nachteil: hygienische Risiken bei schlechter Lagerung (Parasiten; Bakterien); Roher Fisch kann für empfindliche Mägen minimal schwerer sein, besonders in großen Mengen; für Schwangere und Immungeschwächte nicht empfohlen

Pochieren: Ein Lebensmittel langsam in Flüssigkeit, entweder Wasser oder Milch, garen.

  • Vorteile: Pochieren ist eine schonende Garmethode bei niedriger Temperatur, die dazu beiträgt, Omega-3-Fettsäuren zu erhalten und übermäßige Oxidation zu verhindern. Es benötigt kein zusätzliches Fett und bewahrt die Feuchtigkeit, wodurch es herzgesund und leicht verdaulich ist.
  • Nachteile: Da es sich um eine so milde Zubereitungsmethode handelt, empfinden manche sie vielleicht als etwas fad, daher profitiert sie von einer Sauce oder vielleicht einem Kräutersalat mit viel Geschmack.

Geräuchert

  • Vorteile: Geräucherter Lachs behält seinen Protein- und Omega-3-Gehalt und ist eine sehr praktische Art, Lachs zu essen, da man ihn in Sandwiches oder Salaten verwenden kann. Dank des intensiven Geschmacks können auch kleine Portionen sättigend sein.
  • Nachteile: Es enthält typischerweise viel Salz, was für Menschen, die ihren Blutdruck kontrollieren müssen, möglicherweise nicht ideal ist, aber in kleinen Portionen sollte es in Ordnung sein.

Im Ofen backen

  • Vorteile: Backen ist eine ausgewogene Garmethode, die die meisten Nährstoffe erhält und gleichzeitig ein gleichmäßiges Garen des Filets ermöglicht.
  • Nachteile: Wird der Lachs zu lange gegart, kann er trocken werden und es kann zu einer gewissen Zersetzung hitzeempfindlicher Fette kommen, wobei die Verluste jedoch im Allgemeinen gering sind.

Gegrillt

  • Vorteile: Durch das Grillen wird der Geschmack durch Karamellisieren intensiviert und eine tolle Textur erzeugt, wodurch Lachs auch für Menschen attraktiver wird, die weniger begeistert von Fisch sind. Es ist außerdem eine relativ schnelle Kochmethode, die kein zusätzliches Fett erfordert.
  • Nachteile: Sehr hohe Temperaturen und Verkohlung können die Oxidation von Omega-3-Fettsäuren und die Bildung von Verbindungen wie heterocyclischen Aminen begünstigen. Durch Vermeidung von direktem Flammenkontakt und übermäßiger Schwärzung lässt sich dieses Risiko minimieren.

Sollte man die Lachshaut essen?

Viele Menschen entfernen vor dem Verzehr die silbrig glänzende Haut des Lachses – besonders, wenn sie empfindlich auf Geschmack oder Konsistenz reagieren. Wer zudem Kalorien sparen möchte, schneidet häufig auch die darunterliegende graue Fettschicht weg. Diese besteht aus Unterhautfett und Muskelgewebe, enthält viele Omega-3-Fettsäuren und wird geschmacklich oft als intensiver oder leicht "fischig" beschrieben.

Es gibt jedoch gute Gründe, die Haut dran zu lassen. Sie schützt das zarte Fischfleisch vor dem Austrocknen und sorgt beim Grillen oder Backen für eine knusprige Textur. Wer auf die Kalorien achtet, kann den Lachs mit Haut zubereiten, damit er saftig bleibt – und die Haut anschließend vor dem Essen einfach entfernen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 04.03.2026, 15:48
Jetzt E-Paper lesen