Wirbel rund um Comedian Marco Wagner. Ein Vorfall bei einem Public Viewing zur Fußball-WM in Fürstenfeld sorgt für Ermittlungen. Gegen den steirischen Influencer wird derzeit wegen des Verdachts auf eine strafbare Geste im Zusammenhang mit der österreichischen Bundeshymne ermittelt. Ein Video des Abends wird aktuell ausgewertet.
Mehrere Besucher des Public Viewings hatten die Polizei verständigt, wie die "Kleine Zeitung" berichtet. Sie gaben an, Wagner habe sich während der Hymne erhoben und eine Geste gezeigt, die als Hitlergruß interpretiert werden könne. Die Landespolizeidirektion bestätigte einen Einsatz vor Ort. Auch der Verfassungsschutz wurde eingeschaltet.
Laut Ermittlern liegt entsprechendes Videomaterial vor, das nun genauer geprüft wird.
Wagner selbst dementiert die Anschuldigungen entschieden. Laut der "Kleinen Zeitung" erklärte er, an dem Abend sei Alkohol im Spiel gewesen, jedoch habe er lediglich gejubelt. "Ich habe bei der Hymne sicher nur gejubelt und nicht getan, was mir da jetzt vorgeworfen wird. Das ist nicht meine Gesinnung", wird er zitiert.
Sollte sich der Verdacht bestätigen, könnte der Fall vor einem Geschworenengericht landen. Ermittlungen nach dem Verbotsgesetz stehen im Raum. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Der Fall zieht auch politische Kreise nach sich. Wagner gilt als FPÖ-nah und trat in der Vergangenheit bei Veranstaltungen im Umfeld der Partei auf. Unter anderem hatte er Kontakt zu FPÖ-Politikern, darunter Landeshauptmann Mario Kunasek und Bundesparteichef Herbert Kickl, mit denen er auch öffentlich auf Fotos zu sehen war.
Die Ermittlungen laufen, eine endgültige rechtliche Bewertung steht noch aus.