Wie bei jedem großen Turnier der letzten Jahre wurde Belgiens "goldene Generation", immerhin die Nummer zwei der Weltrangliste, als Geheimfavorit gehandelt. Allerdings erlebte Belgien einen Bauchfleck. Ein 1:0-Erfolg gegen Kanada und ein 0:0 gegen Kroatien reichten nicht zum Aufstieg in die K.o.-Phase, gegen Marokko setzte es eine 0:2-Niederlage – damit war das Aus in der Gruppenphase besiegelt.
Und auch das Ende der Teamchef-Karriere von Roberto Martinez, der seit August 2016 belgischer Teamchef war, ab 2018 auch als Technischer Direktor fungierte. Martinez führte die Belgier immerhin zum dritten WM-Platz 2018. Nun erfolgte die Trennung.
Die machte Belgiens Fußballverband nun endgültig öffentlich. Und hat sich bereits auf die Suche nach einem Nachfolger begeben – per Stellenausschreibung. In der Anzeige des belgischen Fußballverbands wird ein neuer Cheftrainer gesucht. Die Bewerbungsfrist läuft bis 10. Jänner.
In der ungewöhnlichen Ausschreibung heißt es etwa: "Der königlich belgische Fußballverband sucht einen Vollzeit-Nationaltrainer, der weiß, wie man gewinnt, der sehr ambitioniert ist, die nötige Erfahrung auf Top-Level hat, auch taktische Fähigkeiten und Können mitbringt."
"Er ist ein Seriensieger und hat Erfahrung im Umgang mit Top-Spielern. Er weiß, wie man eine eingeschworene Gruppe formt und wie man junge Spieler integriert", heißt es in der Stellenausschreibung weiter. Gesucht werde jedenfalls ein "Taktik-Experte, der seine Entscheidungen mit Daten, Technologie und objektiven Parametern unterstützt."
Nach dem Ende der Bewerbungsfrist werde sich eine Taskforce mit der Trainersuche beschäftigen. Ebenso ausgeschrieben hat der belgische Verband einen Sportdirektor.