Die Attacke ihres eigenen Hundes hätte für eine 54-jährige Weststeirerin beinahe tödlich geendet. Bei einer Pause auf einer Parkbank ging der rund 50 Kilogramm schwere Rottweiler-Rüde plötzlich auf seine Besitzerin los und biss mehrmals in ihren rechten Ober- und Unterarm.
Trotz der schweren Verletzungen schaffte es die Frau, ihrem Hund einen Beißkorb anzulegen und ihn anschließend an einem Baum festzubinden.
Die Verletzungen der 54-Jährigen wurden zunächst als lebensgefährlich eingestuft. Laut LKH Graz konnte die Frau mittlerweile auf die Normalstation verlegt werden. Sie befindet sich in einem stabilen Zustand.
Die Attacke soll laut Polizei kein Einzelfall gewesen sein. Der Rottweiler habe bereits mehrfach zugebissen. In einem Fall soll er einen Briefträger in Wies in den Finger gebissen haben. Zwei weitere Fälle sind der Polizei ebenfalls bekannt.
Warum der Hund diesmal seine Besitzerin attackierte, ist noch unklar. Ewald Kern, Landesausbildungsleiter für Polizeidiensthunde, erklärt im ORF, was bei einem Hund in einer solchen Situation passieren kann: "Es ist eben so, dass der Hund in solchen Situationen irgendeine Belastung hat, dann hat der Hund zwei Möglichkeiten: Entweder die Flucht oder einen Angriff. Und wenn ein Hund schon einmal in dieser Hinsicht durch Aggression diesen Erfolg erreicht hat, ist es sehr wahrscheinlich, dass er dann wieder beißt."
Rottweiler können laut Kern grundsätzlich sehr familienfreundliche und auch kinderfreundliche Hunde sein. Aus seiner Erfahrung könne es bei manchen Tieren allerdings im Alter zu Veränderungen kommen.
Als mögliche Gründe nennt Kern chronische Schmerzen oder auch Hirntumore bei Rottweilern.