Ein schockierender Vorfall erschüttert den Reptilienzoo Nockalm in Reichenau (Kärnten). Eine Besuchergruppe ignorierte wiederholt die Verhaltensregeln und schlug mit den Fäusten gegen die Terrarien. Die Folgen waren dramatisch: Eine Lanzenotter starb, eine weitere Schlange schwebte in Lebensgefahr.
Wie Zoo-Chef Peter Zürcher gegenüber "Heute" schildert, handelte es sich um vier Erwachsene und mehrere Kinder. "Die Kinder haben mit den Fäusten auf die Scheiben gehaut", so seine Schilderung. Obwohl die Mitarbeiter die Besucher mehrmals dazu aufgefordert hatten, das Trommeln zu unterlassen, schlugen diese weiter gegen die Terrarien. Zwei Schlangen haben sich daraufhin gegenseitig gebissen. "Eine der beiden Schlangen ist daran verstorben" – für den Zoobesitzer nicht nur ärgerlich, sondern auch traurig: "Ich hatte die beiden, seit sie Babys waren", zeigt er sich betrübt.
In der Vergangenheit habe es immer mehr Vorfälle gegeben, bei denen sich Besucher falsch verhalten, randaliert und gegen die Regeln verstoßen hätten. "Aber das ist das Schlimmste, was ich je erlebt habe", so Zürcher.
Die Besucher mussten den Zoo verlassen. Auch eine Weißlippenkobra schwebte nach der Trommel-Attacke in Lebensgefahr. Sie hat sich jedoch Gott sei Dank wieder erholt, wie Zürcher berichtet.