Es war wohl die Auktion der Woche: Das giftgrüne Racing-Bike wechselte Besitzer. Zuvor war es dem früheren Zulassungsbesitzer abgenommen: Er raste mit über 200 km/h.
In der Schlussphase kam noch einmal Bewegung in die Versteigerung. Nach tagelangem Stillstand wurden kurz vor dem Ende wieder neue Gebote abgegeben. Am Mittwoch um 13 Uhr war schließlich Schluss.
Begonnen hatte die Online-Auktion beim Dorotheum bei gerade einmal 800 Euro. Schon nach kurzer Zeit schoss der Preis kräftig nach oben. Mehrere Tage lang lag das Höchstgebot bei 6.600 Euro, ehe der Bieterkampf zum Finale wieder Fahrt aufnahm.
Das Motorrad war einem 18-Jährigen abgenommen worden. Er war auf der Westautobahn bei Pucking (Bez. Linz-Land) mit 206 km/h erwischt worden. Erlaubt waren dort lediglich 100 km/h. Weil die Kawasaki dem jungen Lenker selbst gehörte, konnte sie beschlagnahmt und anschließend versteigert werden.
Trotz einiger Mängel lieferten sich mehrere Interessenten einen Kampf um das grüne Bike. Mit dem letzten Gebot von 7.000 Euro brachte das Motorrad deutlich mehr ein als das erste in Oberösterreich versteigerte Raser-Auto.
Der beschlagnahmte VW hatte damals für lediglich 1.600 Euro – exklusive Käufergebühr und Mehrwertsteuer – den Besitzer gewechselt.