Unterm Strich sollte das Raserpaket knallhart abschrecken – doch die Geld-Bilanz fällt bisher ziemlich mager aus. Seit März 2024 dürfen Autos von Extrem-Rasern beschlagnahmt werden, bei Wiederholungsgefahr ist sogar eine Versteigerung möglich.
Das Prinzip dahinter: Wird ein Wagen versteigert, wandert der Großteil des Erlöses an den Verkehrssicherheitsfonds des Bundes. 70 Prozent fließen in den Fonds, 30 Prozent bekommen Bund oder Länder als Kostenersatz für den Behördenaufwand.
Jetzt zeigt eine Anfrage der "OÖN" an das Verkehrsministerium: 2025 kamen österreichweit insgesamt nur 45.580,23 Euro aus Raser-Auto-Versteigerungen in den Fonds. Keine Millionen, kein großer Geldregen – eher Kleingeld im Vergleich zur politischen Ansage.
OÖ fällt dabei besonders unspektakulär aus: Gerade einmal 1.008 Euro wurden aus dem Bundesland eingezahlt. Zum Vergleich: Vorarlberg ist Spitzenreiter mit knapp 24.270 Euro, Wien liegt mit rund 19.413 Euro dahinter. Kärnten kommt auf knapp 890 Euro – fünf Bundesländer melden gar keine Erlöse.
Wie viele Autos überhaupt versteigert wurden und was einzelne Fahrzeuge eingebracht haben, bleibt allerdings im Nebel. Das Ministerium erklärte, man bekomme von den Ländern nur die jeweiligen Gesamtsummen gemeldet – Details zu einzelnen Versteigerungen gebe es nicht.
Dass der Andrang auf die Raser-Autos nicht besonders groß war, zeigte auch die erste große Versteigerung in OÖ im November 2024: Damals kam der silberne VW Passat eines jungen Salzburgers unter den Hammer. Interessierte konnten den Wagen vorab besichtigen.
Als Startangebot waren gerade einmal 400 Euro angesetzt. Der große Andrang auf das Raser-Auto blieb aus: Insgesamt hatten sich 24 Personen an der Auktion beteiligt. Um Punkt 13 Uhr fiel der Hammer. Letztes Gebot: nur 2.000 Euro.