Deutschlands Kanzler Friedrich Merz steckt laut einer neuen Forsa-Umfrage tief in der Krise. Nur noch 13 Prozent der Deutschen sind mit seiner Arbeit zufrieden, 85 Prozent stellen ihm ein schlechtes Zeugnis aus. Auch die schwarz-rote Regierung aus Union und SPD wird deutlich abgestraft: 87 Prozent sind unzufrieden.
Forsa-Chef Peter Matuschek spricht von beispiellos schlechten Werten. "Dass jemand unter 15 Prozent Zufriedenheit bekommen hat, das haben wir so bisher noch nicht gesehen", sagte er.
Auch bei den Parteien verliert die Regierung massiv an Rückhalt. Die Union käme derzeit auf 22 Prozent, die SPD auf nur noch 12 Prozent. Klar stärkste Kraft wäre die AfD mit 27 Prozent.
Für zusätzlichen Gegenwind sorgte ein Auftritt von Merz bei einem Gewerkschafts-Kongress. Dort wurde der 70-Jährige bei Aussagen zu Sparmaßnahmen und der geplanten Rentenreform mehrfach mit Pfiffen, Buhrufen und Zwischenrufen unterbrochen.
Merz verteidigte die geplanten Reformen mit Verweis auf die wirtschaftliche Lage und den demografischen Wandel. Die Veränderungen seien keine politische Entscheidung, sondern eine Folge von "Demografie und Mathematik".