Nächste Pleite in Österreich: Über das Vermögen der Wiener StreamView GmbH wurde laut AKV am Handelsgericht Wien ein Konkursverfahren beantragt. Das Unternehmen, 2019 gegründet, hat sich auf den Vertrieb von Smart-TVs spezialisiert und war vor allem als Marken- und Vertriebspartner tätig.
StreamView verkaufte Nokia-gebrandete Fernseher in Europa und weltweit, produziert wurden die Geräte von einem chinesischen Partner.
Genau hier lag auch das Problem: Laut Angaben des Unternehmens brach die Zusammenarbeit mit dem wichtigsten Lieferanten und gleichzeitigem Finanzierungspartner zusammen.
Auch Gespräche mit einem möglichen Investor scheiterten – das finanzielle Aus war damit besiegelt.
Insgesamt sind rund 765 Gläubiger betroffen. Die Schulden belaufen sich auf rund 36,6 Millionen Euro. Dem stehen deutlich geringere Vermögenswerte gegenüber: Warenbestände im Liquidationswert von etwa 1,7 Millionen Euro sowie offene Forderungen von rund 16,1 Millionen Euro.
Die Firma beschäftigte zuletzt 35 Mitarbeiter, mit Ausnahme von 5 Personen alle in Österreich. Die Gehälter wurden noch bis März 2026 bezahlt.
Eine Zukunft für das Unternehmen gibt es vorerst nicht: Eine Fortführung ist aktuell nicht geplant. Stattdessen soll StreamView nach einer kurzen Übergangsphase geschlossen werden, um noch möglichst viel aus den vorhandenen Vermögenswerten herauszuholen.