Nächste Pleite im Immobiliensektor: Laut dem Österreichischen Verband Creditreform kommt es zu einem weiteren Insolvenzverfahren.
Die Rechtsvertreterin der HIG Hausinhabung hat am Landesgericht in Wiener Neustadt den Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens eingebracht, berichtet Günther Moser vom Österreichischen Verband Creditreform.
"Der Geschäftszweig der Schuldnerin ist die Entwicklung, Vermietung, Erwerb und Verkauf von Immobilien. Das Unternehmen ist in der Gemeinde Neunkirchen ansässig, als Geschäftsführer scheint Herr Reinhold Fischer im Firmenbuch auf. Die finanziellen Probleme haben ihren Ursprung in langwierigen Gerichtsverfahren, hierbei geht es insbesondere um Mängeleinreden aus Immobilienprojekten und geltend gemachte Schadenersatz- bzw. Gewährleistungsansprüche. Beinahe sämtliche liquiden Mittel der Schuldnerin sind dabei aufgegangen", teilt Creditreform mit.
Zudem würden die schwierige Wirtschaftslage am Bau und die Kostensteigerungen der letzten Jahre das Budget (Material- und Baukosten, Personal) belasten: "Wegen der Höhe der Verbindlichkeiten war die Insolvenzantragstellung alternativlos."
Die Passiva betragen 1.713.191 Euro, von der Insolvenz sind 18 Gläubiger betroffen. Sämtliche Dienstverhältnisse sind bereits mit Ende Oktober 2025 aufgelöst worden.
Zum Ausblick heißt es: "Die betriebliche Tätigkeit wurde mittlerweile nahezu vollständig eingestellt und beschränkt sich auf das notwendige Minimum, u.a. die Verwaltung der vermieteten Eigentumswohnungen. Eine Unternehmenssanierung wird nicht angestrebt, geplant sind die endgültige Schließung samt Verwertung und Liquidation einzuleiten."