Der Badeteich Hirschstetten in Wien-Donaustadt ist wieder für Besucher freigegeben. Wie die MA 45 (Wiener Gewässer) gegenüber dem ORF mitteilte, konnten in sämtlichen Wasserproben keine Cyanotoxine nachgewiesen werden.
"Die vorsorgliche Absperrung wird nun wieder entfernt", erklärte ein Sprecher der MA 45. Auch bei einer Begehung am Donnerstag seien keine auffälligen Schlieren oder Trübungen mehr festgestellt worden.
Seit dem vergangenen Wochenende waren in den Flachwasserbereichen grünlich-blaue Schlieren entdeckt worden. Zunächst wurde deshalb die sogenannte "Babybucht" gesperrt. Nachdem Schnelltests Hinweise auf Cyanobakterien – umgangssprachlich Blaualgen – ergeben hatten, wurde der gesamte Badeteich vorsorglich geschlossen. Absperrbänder und Hinweisschilder informierten Badegäste über die Sperre.
Die nun vorliegenden Laborergebnisse bringen Entwarnung: In keiner Probe wurden Cyanotoxine festgestellt. Damit handelte es sich laut Behörden um gesundheitlich unbedenkliche Arten von Cyanobakterien.
Einige Blaualgen-Arten können giftige Stoffe bilden, die beim Menschen Haut- und Augenreizungen, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall auslösen können. Besonders für Hunde können bestimmte Cyanotoxine gefährlich werden. Die Giftstoffe können sogar tödlich sein, wenn Tiere belastetes Wasser aufnehmen oder Algenreste am Ufer fressen beziehungsweise sich diese vom Fell schlecken.
Cyanobakterien kommen in Seen und Teichen natürlicherweise vor. Hohe Temperaturen, viel Sonneneinstrahlung und ein hoher Nährstoffgehalt im Wasser fördern ihre Vermehrung. Ebenso rasch, wie die Bakterien auftreten, können sie aber auch wieder verschwinden – etwa durch Regen oder Wind.