Die erste Liveshow von "Deutschland sucht den Superstar" ist durch. Statt großer Gesangs-Momente bleibt vor allem eine Szene hängen: die heftige Kritik von Dieter Bohlen an einer 16-Jährigen.
Kandidatin Valentina wagte sich an "Lush Life" von Zara Larsson – ein moderner Pop-Song, alles andere als eine klassische Ballade. Während Isi Glück durchaus Gefallen daran fand, platzte Bohlen regelrecht der Kragen.
Sein Urteil fiel vernichtend aus. Er wolle keine "rumhüpfenden" Acts sehen, sondern Emotion, Herz, Gefühl. Für ihn war klar: So funktioniert Musik nicht.
Nur: Ganz so einfach ist es dann doch nicht.
Denn gerade bei DSDS wird von den Kandidaten immer wieder Wandelbarkeit gefordert. Verschiedene Genres, verschiedene Bühnenpräsenz, verschiedene Facetten. Wer nur Balladen singt, gilt schnell als eindimensional. Wer sich bewegt und modern performt, bekommt plötzlich Kritik. Ein Widerspruch, der auffällt.
Dazu kommt: Die Songauswahl liegt oft gar nicht vollständig in der Hand der Teilnehmer. Heißt im Klartext: Valentina liefert das, was von ihr verlangt wird, und wird genau dafür abgestraft.
Und noch ein Punkt: Die Musikwelt besteht nicht nur aus gefühlsschweren Balladen. Unzählige Hits leben von Energie, Bewegung und Performance. Genau das hat Valentina auf die Bühne gebracht.
Am Ende hilft ihr das alles nichts.
Die Zuschauer greifen offenbar die Kritik auf. Valentina bekommt zu wenige Anrufe und muss die Show verlassen. Ein Ausgang, der bei vielen einen bitteren Beigeschmack hinterlässt.