Der Konflikt mit den Huthis könnte weit über den Nahen Osten hinaus Folgen haben. Die Miliz kontrolliert strategische Positionen im Jemen entlang der Meerenge Bab al-Mandab – einer wichtigen Route für den weltweiten Schiffsverkehr.
Die stellenweise nur rund 27 Kilometer breite Passage liegt zwischen Jemen und Afrika. Schiffe zwischen Europa und Asien fahren hier entlang. Laut Schätzungen der Vereinten Nationen passierten 2023 knapp neun Prozent des weltweiten Seehandelsvolumens die Meerenge.
Wird die Route zu gefährlich, müssten Schiffe auf den deutlich längeren Weg um Afrika über das Kap der Guten Hoffnung ausweichen. Das würde die Transportkosten erhöhen und könnte sich letztlich auch auf die Preise für Verbraucher auswirken.
Besonders angespannt ist die Lage für Saudi-Arabien. Ein Sprecher der Huthis drohte bereits, saudische Schiffe seien nicht mehr sicher. Laut "CBS News" telefonierte Kronprinz Mohammed bin Salman deshalb mehrfach mit US-Präsident Donald Trump.
Dabei soll es um US-Angriffe gegen die Huthis zur Sicherung der Route gegangen sein. Trump lehnte Militärschläge zunächst ab, bot aber Unterstützung bei der Aufklärung an.
Saudi-Arabien fürchtet zugleich, bei einer größeren Operation gegen die Huthis vom Iran mit Raketen angegriffen zu werden. Der Huthi-Sender Al Masirah meldete bereits erste saudische Luftangriffe. Bestätigt hat das Königreich diese bislang nicht.