Bei Angriffen auf angebliche Drogenboote in internationalen Gewässern sind nach Angaben des US-Militärs acht Menschen getötet worden. Das US-Südkommando erklärte am Mittwoch (Ortszeit) im Onlinedienst X, dass es zwei Angriffsserien gegeben habe, die am Dienstag und Mittwoch ausgeführt worden seien.
Am Dienstag seien drei Drogenboote, die als Konvoi unterwegs gewesen seien, in internationalen Gewässern ins Visier genommen worden. Dabei seien "drei Narco-Terroristen" an Bord des ersten Bootes getötet worden.
Bei weiteren Angriffen seien zwei weitere Schiffe angegriffen worden. Dadurch seien fünf Menschen getötet worden. In beiden Fällen gab das US-Militär nicht an, wo sich die Angriffe ereigneten.
Seit September greifen US-Streitkräfte immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler im Ostpazifik und in der Karibik an. Dabei wurden mit den neuen Angriffen bislang mindestens 115 Menschen getötet. Kritiker bezeichnen die Angriffe als außergerichtliche Hinrichtungen und völkerrechtswidrig.
Die USA werfen Venezuela vor, den Drogenschmuggel in die Vereinigten Staaten aktiv zu fördern und damit die Sicherheit der USA und ihrer Bürger zu gefährden. Venezuelas linksnationalistischer Präsident Nicolás Maduro vermutet dagegen US-Pläne zu seinem Sturz.
Die USA verkündeten am Mittwoch zudem Sanktionen gegen vier Unternehmen wegen ihrer Aktivitäten im venezolanischen Ölsektor.