Am Montag endete ein Sorgerechtsstreit in der deutschen Stadt Stade (Niedersachsen) in einem Blutbad. Schauplatz war eine Mutter-Kind-Einrichtung, in der die drei Monate alte Tochter von Fatih G. gemeinsam mit ihrer Mutter lebte. Die Frau hatte sich von dem 45-Jährigen getrennt.
Laut Medienberichten sei an jenem Tag ein Treffen in der Einrichtung geplant gewesen, bei dem der Vater mit Mitarbeitern der Jugendhilfeeinrichtung und Vertretern des Jugendamts sprechen sollte. Am Ende soll der Mann aber das Feuer eröffnet und sechs Mitarbeiter der Einrichtung getötet haben. Derzeit sitzt er in Untersuchungshaft.
Zuletzt berichtete der "Spiegel" darüber, dass gegen den 45-Jährigen bereits zuvor wegen Bedrohung ermittelt worden sein soll. Zudem soll der Vater, seine Tochter geschüttelt haben. Ein Arzt habe entsprechende Verletzungen festgestellt. Nun kamen neue Details ans Licht, die schockieren.
Die "Bild" hat in der Vergangenheit von G. gebohrt und ist dabei wohl auf Auszüge aus dem türkischen Justizsystem UYAP gestoßen. Darin wird der mutmaßliche Sechsfachmörder in mehreren Strafverfahren erwähnt. Darunter der Verdacht eines schweren Sexualdelikts aus dem Jahr 2007 und der Verdacht des sexuellen Missbrauchs seiner eigenen Tochter im Jahr 2022.
Zudem soll der 45-Jährige 2021 bereits in der Türkei hinter Gittern gesessen sein. Er brach jedoch aus der U-Haft aus, seitdem konnten ihn die türkischen Behörden nicht fassen. Seitens der Staatsanwaltschaft in Niedersachsen würde nichts von den Verbrechen wissen, die G. in der Türkei zur Last gelegt werden, hieß es in dem Bericht der "Bild".
Laut dem Bericht der Zeitung soll der 45-Jährige mit türkischen Wurzeln in Deutschland geboren worden sein. Des Weiteren soll der Mann bereits dreimal verheiratet gewesen sein. Alle Ehen endeten jedoch mit einer Scheidung.