Der DSDS-Pokal war erst der Anfang – aber nicht vom Glück. Marie Wegener, die 2018 als jüngste Siegerin aller Zeiten aus der RTL-Castingshow hervorging, blickt heute mit gemischten Gefühlen auf ihren Triumph zurück. Im Interview mit der "Waz" findet sie drastische Worte: "Alles, was nach DSDS passiert ist, hat mich komplett auseinandergenommen."
Nach ihrem Sieg wurde die damals erst 16-Jährige direkt in die Schlagerwelt geschickt. Eine Richtung, die sich später als großer Fehler herausstellte: "Ich habe gemerkt, dass das nichts für mich ist", sagt Wegener heute offen. Noch schwerer wog jedoch das, was hinter den Kulissen passierte.
Sie spricht von übergriffigen Produzenten und Verträgen, die sie rückblickend als schlicht "bodenlos" bezeichnet. Menschen in ihrem Umfeld hätten ihr das Leben schwer gemacht.
"Sehr, sehr viele Menschen haben mir damals das Leben zur Hölle gemacht", so die Sängerin.
Besonders bitter: Mit einem Ex-Manager liegt Marie bis heute im Rechtsstreit. Schon in früheren Interviews hatte sie von Verlogenheit und unschönen Erlebnissen hinter der Bühne berichtet. Jetzt wird klar, wie sehr diese Zeit sie geprägt hat.
Mit ihrer Kritik steht Marie Wegener nicht allein da. Auch Schlagerstar Michelle äußerte sich zuletzt ernüchtert über die Branche. Vor ihrer Abschiedstour erklärte sie gegenüber der "Waz":
"Die Branche hat sich sehr hart verändert."
Von echten Freundschaften unter Kollegen könne kaum die Rede sein. "Ganz wenige Kollegen haben meine Telefonnummer", sagte Michelle. Sie halte ihr Privatleben bewusst fern vom Musikgeschäft.