Schock für Passagiere

Bordwand aufgerissen – Kreuzfahrtschiff rammt Frachter

Schock beim Start einer Kanaren-Kreuzfahrt: Die "Mein Schiff 3" kollidierte in Bremerhaven mit Containerschiffen. Die Passagiere sitzen vorerst fest.
26.10.2026, 08:35
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Der Start einer 20-tägigen Kanaren-Kreuzfahrt ist für Hunderte Reisende anders verlaufen als geplant. Die "Mein Schiff 3" kollidierte am Sonntagabend beim Verlassen des Hafens von Bremerhaven mit Containerschiffen. Statt aufs offene Meer ging es für die Passagiere zurück an die Pier. Dort mussten sie auch die Nacht verbringen.

Gegen 17 Uhr hatte das Kreuzfahrtschiff mit Hilfe von Schleppern abgelegt. Starke Windböen dürften die Abfahrt jedoch erheblich erschwert haben. Im Bereich des Containerterminals kam es schließlich zum Zusammenstoß.

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Bordwand bei Kollision aufgerissen

Laut Polizei waren zwei Containerschiffe in den Unfall verwickelt. TUI Cruises bestätigte dagegen nur den Zusammenstoß mit einem Frachter. Besonders schwer getroffen wurde offenbar die im Hafen liegende "MSC Victorine". Nach Informationen der "Bild" wurde deren Bordwand aufgerissen. Wie groß der Schaden ist, steht noch nicht fest.

Christian Breden hatte seine Eltern (69 und 68) vor der Abfahrt verabschiedet. Schon vom Kai aus beobachtete er Schwierigkeiten beim Ablegen. "Das Schiff stand minutenlang etwa 30 Meter vom Kai entfernt auf der Stelle. Es kam nicht gegen den Wind an. Die Böen waren wirklich stark."

Rund zehn Minuten später krachte es. Seine Eltern befanden sich zu diesem Zeitpunkt auf der Steuerbordseite des Kreuzfahrtschiffs. "Meine Eltern sagten, es hat gekracht, wie sie es noch nie erlebt haben. Es gab ein Zittern und Ruckeln auf dem Schiff", erzählte Breden der "Bild".

Passagiere müssen weiter warten

Nicht alle Reisenden bekamen den Unfall unmittelbar mit. Einige Passagiere auf der gegenüberliegenden Schiffsseite sollen erst beim Abendessen davon erfahren haben.

Nach der Kollision kehrte die "Mein Schiff 3" in den Hafen zurück. Verletzte gab es nach bisherigen Erkenntnissen nicht. Die Schäden wurden noch in der Nacht untersucht, auch ein Versicherungsmitarbeiter erschien gegen 22.45 Uhr.

Am Montagmorgen lag das Schiff weiterhin in Bremerhaven. Ob und wann die Kanaren-Reise fortgesetzt werden kann, ist unklar. Die Reederei will informieren, sobald nähere Erkenntnisse vorliegen. Die Wasserschutzpolizei untersucht den Unfallhergang.

red, 26.10.2026, 08:35
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