Boris Becker (58) hat in London den "International Sports Book of the Year Award" für sein Buch "Inside" gewonnen. Allerdings konnte der ehemalige Tennisstar nicht selbst zur Preisverleihung ins "The Oval" reisen.
Der Grund: Nach seiner Verurteilung wegen Insolvenzdelikten im Jahr 2022 gilt für den dreifachen Wimbledon-Sieger nach wie vor ein Einreiseverbot nach Großbritannien.
Wie rtl.de berichtet, nahm Beckers Ehefrau Lilian de Carvalho Monteiro den Award in seinem Namen entgegen. "Mein Liebster, ich bin unglaublich stolz auf dich!", erklärte sie bei der Verleihung.
Auf Instagram zeigte sich Becker von der Auszeichnung überwältigt: "Wow ... Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet." Er fügt hinzu, dass die meiste Zeit seines Lebens er von anderen sehr öffentlich beurteilt worden sei – "zuerst als Tennisspieler, später dann als Mensch. Manchmal fair, manchmal unfair, aber immer öffentlich." Mit seinem Buch habe er zum ersten Mal seine Geschichte mit seinen eigenen Worten erzählt.
"Was mich am meisten berührt hat, waren die Rückmeldungen von Lesern aus aller Welt", so Becker. "Nicht wegen des Tennis, sondern weil das Leben uns alle irgendwann einmal demütigen kann."
In "Inside" verarbeitet Becker seine Zeit in zwei britischen Gefängnissen. Im April 2022 war er zu 30 Monaten Haft verurteilt worden, rund sieben Monate davon saß er tatsächlich ab. Der Ex-Tennisprofi berichtet darin von der schlimmen Zeit hinter Gittern, aber auch von neuen Freundschaften, die er dort schloss.