Mithäftling übel zugerichtet

Box-Promi erstochen – Killer (24) zuckt im Häf’n aus

Raufhandel im Häf’n nach einer Meinungsverschiedenheit mit seinem Mithäftling: Ein mordverdächtiger Tschetschene rastete in der Justizanstalt aus.
Christian Tomsits
12.08.2026, 05:30
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Trans-Ikone Etchika P. (70) wurde am 25. Juni leblos in ihrer noblen Naschmarkt-Wohnung im Dachgeschoß gefunden. Die großgewachsene Ostdeutsche, die sich als Box-Promoter einen Namen gemacht hatte, lag rücklings am Boden, ihr Körper wies zahlreichen Stichverletzungen in Hals und Oberkörper auf. Von ihrem Mitbewohner  – einem 24-jährigen Tschetschenen und Ex-Boxer – fehlte indes jede Spur.

Der junge Mann hatte sich offenbar kurz nach der Tat aus dem Staub gemacht, flüchtete samt Koffer zu Familienangehörigen nach Nizza. Dort wurde er Wochen später lokalisiert, beobachtet und von Zielfahndern der Franzosen schließlich gefasst. Am 22. Juli kam er per Flugzeug über Marseille nach Wien in die JA Josefstadt.

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Trauer um die tote Trans-Ikone Etchika P.; Anwältin Dominique Perl vertritt den verdächtigen Tschetschenen (24).
Heute/zVg

Dem Mandanten von Anwältin Dominique Perl war nach seiner Festnahme im Verhör wichtig zu betonen, dass er mit der Transfrau nie in einer Beziehung gewesen sein will: "Ich war ihr Bodyguard und Beschützer, nicht ihr Freund." Mit einem mutmaßlichen Messer-Mord habe er nichts zu tun. Seine Flucht nach Frankreich? Eine Urlaubsreise.

Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe
Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 05 76 77
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Polizei-Notruf: 133

Nun irritiert der Verdächtige erneut mit seinem Verhalten: Laut "Heute"-Infos soll am 4. August seinen Mithäftling im Häf’n mit Fäusten attackiert haben. Um etwa 14.30 Uhr kam es in der Zweimannzelle, die er sich mit einem Syrer teilte, zuerst zu einer verbalen und auch gewalttätigen Auseinandersetzung mit dem Mithäftling.

"Wenn man mich angreift, wehre ich mich", habe der Ex-Kampfsportler erklärt. Sein Gegner zog sich blutende Wunden zu, die ärztlicher Versorgung bedurften. Als erste Disziplinarmaßnahme wurde der Tschetschene vom Syrer getrennt und in eine videoüberwachte Einzelzelle im sogenannten "Keller" (so wird unter Häftlingen der Hochsicherheitstrakt im Erdgeschoß der Justizanstalt genannt) gesteckt. Er wird wohl noch zusätzlich wegen Raufhandels angezeigt.

Seine Anwältin wollte auf "Heute"-Anfrage das laufende Ermittlungsverfahren und auch die mutmaßlichen Verfehlungen ihres Mandanten in der U-Haft nicht kommentieren. Fest steht: Ausgewertete Handyortungsdaten und diverse Spuren am Tatort sollen den Mordverdächtigen schwer belasten. Erst kürzlich wurde seine U-Haft bis Mitte September verlängert. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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