Nach dem Brand in der Mittelschule 1 in Ansfelden steht weiter der Verdacht der Brandstiftung im Raum. Klar ist: Das Feuer wurde offenbar gezielt gelegt. Über ein Loch in der zuvor zertrümmerten Eingangstür dürfte ein Brandsatz ins Gebäude eingebracht worden sein.
Entdeckt wurde der Brand am frühen Donnerstag um 5.53 Uhr vom Schulwart. Er schlug sofort Alarm, kurz darauf rückten vier Feuerwehren mit mehr als drei Dutzend Einsatzkräften an. Durch den raschen Einsatz konnte Schlimmeres verhindert werden, dennoch wurde das Gebäude massiv beschädigt. Große Teile der Schule waren verraucht und verrußt, der Unterricht musste abgesagt werden.
Am Freitag kam es schließlich zum Sicherheitsgipfel. "Am Sicherheitsgipfel haben Polizei, Feuerwehr und die Schulleitung teilgenommen", berichtet Bürgermeister Christian Partoll im Gespräch mit "Heute". Dabei wurde das ganze Ausmaß sichtbar: "Die Schäden sind enorm, der Ruß ist überall gewesen."
Die Folgen sind gravierend: "Es muss alles gereinigt werden, von Gerätschaften über Kabelkanäle bis zu Stromleitungen", so Partoll. Die Gemeinde steht vor einer teuren Sanierung. "Wir gehen davon aus, dass die Sanierung mehr als eine Million Euro kostet."
Besonders brisant ist die Spur zur möglichen Täterschaft. Seit einer Bombendrohung im Jahr 2025 wird die Schule videoüberwacht. "Es gibt Aufnahmen von einem Verdächtigen. Das Material ist bei der Polizei", sagt Partoll. Die Polizei Ansfelden bittet die Bevölkerung um Hinweise.
Auch die Sicherheitsmaßnahmen werden verschärft. "Wir erhöhen die Polizeipräsenz", kündigt der Bürgermeister an. Und stellt klar: "Wir gehen sicher nicht zur Tagesordnung über."
Für die Schüler gibt es eine Übergangslösung. "Die Sanierung dauert etwa einen Monat. Die Schüler werden in dieser Zeit in den Räumlichkeiten der MS 2 unterrichtet", erklärt Partoll.