Ein oder auch mehrere derzeit noch unbekannte Täter stehen im Verdacht sechs Fahrzeuge des Bundeskriminalamtes in der Wiener Leopoldstadt in Brand gesteckt zu haben – "Heute" berichtete. Nach den Löscharbeiten der Berufsfeuerwehr Wien, die mit mehreren Fahrzeugen vor Ort war und den Brand mit zwei Löschleitungen ablöschte, nahmen die Ermittler des Landeskriminalamtes Wien, Ermittlungsbereich Brand, die Arbeit auf.
Laut derzeitigem Ermittlungsstand wird von einer schweren Sachbeschädigung durch Brandstiftung ausgegangen. Die Ermittler konnten am Tatort Rückstände und Spuren sicherstellen, die eindeutig darauf hinweisen. Der Brand dürfte im Bereich der Vorderreifen der Fahrzeuge entfacht worden sein. "Heute"-Infos zufolge wurden dort in Brandbeschleuniger getunkte Stofffetzen gefunden. Weiters wurde bei einem Fahrzeug des Bundeskriminalamtes eine Seitenscheibe beschädigt. Ob dies im Zusammenhang mit der Brandstiftung steht, ist derzeit noch unklar.
Die Ermittler halten sich momentan noch bedeckt. Das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung ermittelt jedoch im Bezug auf den oder die Täter in alle Richtungen. "Aufgrund der laufenden Ermittlungen können derzeit keine weiteren Angaben gemacht werden", heißt es seitens der Wiener Polizei.
Die Polizeifahrzeuge waren in der Kleinen Stadtgutgasse vor einer Dienststelle zur Bekämpfung des Schlepperwesens geparkt. Hinter der Tat könnten also entweder Schlepper oder Extremisten, die mit der Migrationspolitik nicht einverstanden sind, stehen. Die Theorie, dass Corona-Impfgegner dahinter stecken könnten, wurde in Ermittlerkreisen als eher unwahrscheinlich eingestuft. Von offizieller Seite konnte das nicht bestätigt werden.
"Wir stellen uns vehement gegen diesen Brandanschlag auf das Bundeskriminalamt", sagte der BK-Direktor Andreas Holzer gegenüber der APA. "Die ermittelnden Dienststellen unterstützen wir selbstverständlich mit allen uns zur Verfügung stehenden Kräften. Wir werden uns keinesfalls durch diesen hinterhältigen Angriff verunsichern lassen."