Antony wirbelt nicht nur bei Manchester United auf dem Flügel, sondern will auch mit Brasilien bei der Weltmeisterschaft in Katar groß aufgeigen. Vor dem Turnier plauderte der 22-Jährige über seine harte Kindheit und Jugend in seiner Heimat.
Im Sommer wechselte Antony um 100 Millionen Euro von Ajax Amsterdam zu Manchester United, vier Jahre zuvor teilte er sich noch ein Bett mit seinem Vater in einem Armenviertel in Sao Paolo. Genannt wird die Gegend Inferinho, "kleine Hölle."
Auch Antony hatte als Kind eine schwierige Zeit, er wuchs Tür an Tür mit Gangstern und Drogendealern auf.
Beim "Players Tribune" erzählt der WM-Star von einer ganz schrecklichen Erinnerung: "Ich war auf dem Weg zur Schule, da war ich acht oder neun Jahre alt. In einer dunklen Gasse lag ein Mann, als ich näher kam, wusste ich, dass er tot war."
"In der Favela stumpft man bei solchen Sachen aber ab. Ich sage nicht, dass es nicht hart war für mich, aber das war einfach die Realität. Ich war ein sehr glückliches Kind, dass ich jetzt da bin, wo ich bin, war ein Geschenk des Himmels", so Antony weiter.
"Der Ball hat mich gerettet. Als Kind in unserer Favela träumt man nicht von Spielsachen, jeder Junge will nur einen Ball", erzählt der Dribbelkönig.