Eine weitere Eskalation im Iran-Krieg wird wahrscheinlicher: Laut einem Bericht bringen sich mit Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) nun zwei enge US-Verbündete in Stellung.
Wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, hat Saudi-Arabien dem US-Militär Zugang zur King-Fahd-Luftwaffenbasis gewährt. Ein direkter Kriegseintritt sei damit "nur eine Frage der Zeit", so die Einschätzung der Zeitung.
Das wäre eine deutliche Kehrtwende: Zu Beginn des Krieges hatte Riad noch ausgeschlossen, seine Basen für Angriffe gegen den Iran zur Verfügung zu stellen. Laut Bericht änderte sich das nach iranischen Angriffen auf saudische Energieanlagen und die Hauptstadt Riad.
Außenminister Faisal bin Farhan machte klar, dass die Zurückhaltung Grenzen hat. Die Geduld seines Landes sei nicht unbegrenzt, die Annahme, die Golfstaaten würden nicht reagieren, sei "ein Irrtum".
Parallel dazu gehen die VAE laut Bericht gegen iranische Finanznetzwerke und Vermögen vor. Ziel sei es, wichtige Unterstützungsstrukturen Teherans zu schwächen. In diesem Zusammenhang sollen unter anderem ein iranisches Krankenhaus und ein Club geschlossen worden sein.
Eine Stellungnahme des US-Militärs zu möglicher regionaler Unterstützung steht bisher aus.
Seit Montag deutet sich zwar verstärkt Bewegung in Richtung Verhandlungen an, gleichzeitig gehen die gegenseitigen Bombardierungen weiter. Laut iranischem Militär sind zudem noch nicht alle Kapazitäten ausgeschöpft.
"Der Feind soll wissen, dass neue Überraschungen auf dem Weg sind", erklärte ein religiöser Vertreter der Revolutionsgarden in Richtung Israel und USA. Man werde sich niemals ergeben.