Die Sigmund Freud Privatuniversität (SFU), Österreichs größte Privatuniversität, bekommt neue Eigentümer. Das britische Investmenthaus Oakley Capital übernimmt die Betriebsgesellschaft der Hochschule. Der Kaufpreis wurde nicht bekannt gegeben.
Die 2005 gegründete SFU zählt nach eigenen Angaben mehr als 6.000 Studierende und bietet Studien in Medizin, Psychologie, Psychotherapiewissenschaft und Rechtswissenschaften an. Neben Wien ist die Universität auch an mehreren europäischen Standorten vertreten.
Laut Universität sollen unter der neuen Eigentümerstruktur das Studienangebot erweitert, die Digitalisierung vorangetrieben und internationale Kooperationen ausgebaut werden. Änderungen für Studierende und Mitarbeiter seien nicht geplant. "Wir wollen eine umfassende Gesundheitsuniversität werden", hieß es gegenüber der APA. So sollen etwa Schulungen in Sonografie oder Lehrgänge für plastische und rekonstruktive Chirurgie angeboten werden.
Ausgebaut werden sollen auch die SFU-Standorte in Berlin und Mailand. Außerdem plant man weiter einen Standort in Westösterreich. Zuletzt sind Gespräche über einen solchen in Wörgl (Tirol) gescheitert. Aufgrund der aktuellen Platzsituation würde man auch in Wien gerne zubauen, man sei schon länger auf der Suche nach Büros. Es fehle aber noch das passende Grundstück, so Pollak.
Bisher befand sich die Betriebsgesellschaft der Universität im Eigentum der Gründer Alfred Pritz, Jutta Fiegl und Heinz Laubreuter. Mit dem Verkauf soll die langfristige Zukunft der Hochschule auch über die Gründergeneration hinaus abgesichert werden.
Die neuen Eigentümer kündigen an, auf Kontinuität zu setzen. Für den Erwerb der SFU wurde von Oakley eine österreichische Beteiligungsgesellschaft (OCG Skilled Education Holding GmbH / „Skilled Education“) gegründet. Kevin Lynch, Geschäftsführer von Skilled Education, erklärt: "Die SFU ist eine anerkannte akademische Institution mit einer starken wissenschaftlichen Identität. Wir freuen uns über das Vertrauen der Gründer und sehen unsere Aufgabe darin, die SFU in ihrer nächsten Entwicklungsphase zu unterstützen."