Klinik Floridsdorf

1,5 Kilo schwerer Tumor entfernt – "Es ist ein Wunder!"

In einer vierstündigen Operation entfernten Ärzte der Klinik Floridsdorf einen 1,5 Kilo schweren Lungentumor. Patientin Angelika Seibert ist wohlauf.
Yvonne Mresch
03.06.2026, 05:30
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Angelika Seibert feiert ab sofort zwei Geburtstage: "Es ist ein Wunder, ich bin in Feierlaune", strahlt sie im Gespräch mit "Heute". Vor drei Monaten wurde der 77-Jährigen ein 1,5 Kilogramm schwerer Lungentumor entfernt – eine riskante und äußerst schwierige Operation.

"Ich wusste, ich kann das schaffen"

Die erschütternde Diagnose erhielt die Wienerin im Dezember 2025: "Ich konnte schwer atmen und dadurch auch nicht gut schlafen, war oft erschöpft", erinnert sie sich. Ein Arztbesuch und ein CT brachten rasch Klarheit. Die Diagnose: Ein Lungentumor von enormem Ausmaß. "Es hieß, er müsse sofort raus", so die Patientin.

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Wie Seibert mitgeteilt wurde, betrugen die Heilungschancen 50:50. Nach Gesprächen mit der Familie stand jedoch rasch fest: "Ich lasse mich operieren." Angst hatte sie keine, betont sie: "Ich war ganz ruhig und dachte, ich nehme es einfach, wie es kommt. Ich wusste, ich kann das schaffen und sollte es nicht so sein – ändern kann ich es ja sowieso nicht. Ich war einfach immer schon ein positiver Mensch."

"Es war wie ein großes Erlebnis"

An den Tag der Operation kann sich Seibert noch gut erinnern: "Ich habe noch bei den Vorbereitungen zugesehen und fand das hoch interessant. Ich habe mich richtig gefreut, es war wie ein großes Erlebnis", lacht sie. "Das Team war reizend, wir haben sogar noch Spaß gehabt vor der OP und dann war ich auch schon weg."

"Ich habe in meiner fast 20-jährigen Berufslaufbahn noch keinen so großen Lungentumor gesehen", sagt Operateur Michal Benej.
Sabine Hertel

In einer vierstündigen Operation entfernten die Ärzte der Klinik Floridsdorf den Riesentumor: "Ich habe in meiner fast 20-jährigen Berufslaufbahn noch keinen so großen Lungentumor gesehen", so Thoraxchirurg und Operateur Michal Benej. Ein Eingriff dieser Größenordnung erfordere das enge Zusammenspiel mehrerer hochspezialisierter Disziplinen. Neben dem Team der Thoraxchirurgie waren auch Spezialisten der Herzchirurgie im Operationssaal im Einsatz, um die Patientin im Bedarfsfall sofort an die Herz-Lungen-Maschine anschließen zu können. Insgesamt waren zehn Personen beteiligt.

Tumor drückte auf Organe

Die OP wurde in Seitenlage, über einen seitlichen Schnitt zwischen den Rippen durchgeführt.  "Wir sind in der Klinik Floridsdorf in der glücklichen Lage, mit Thorax- und Herzchirurgie nicht nur über das Know-how zweier hochspezialisierter Abteilungen zu verfügen, sondern auch über die dafür notwendige technische Ausstattung", erklärt Stefan Watzka, Vorstand der Thoraxchirurgie.

Bei dem Lungentumor handelt es sich um einen sogenannten solitären fibrösen Tumor – eine seltene Form meist gutartiger Weichteiltumoren. Diese können nahezu überall im Körper auftreten, finden sich jedoch häufig im Brustraum. Die Ursachen sind bislang unklar. Obwohl die Tumorart fast immer gutartig ist, kann ihre Größe erhebliche Probleme verursachen. Mit zunehmendem Wachstum drücken die Tumore auf Organe und große Gefäße.

Wienerin vollständig geheilt

Angelika Seibert war bereits bettlägerig: Der Tumor belastete durch seine enorme Größe das Herz und führte zu Atembeschwerden sowie Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge. "Bei diesen Tumoren helfen weder Chemo- noch Strahlentherapie", erläutert Benej. "Die chirurgische Entfernung ist die einzige wirksame Behandlungsmethode – auch wenn der Eingriff in diesem Fall mit einem hohen Risiko verbunden war."

Als die Wienerin wieder aufwachte, die erlösende Nachricht: "Es ist vorbei und wunderbar gelaufen. Das haben sie zu mir gesagt. Ich hab es nur halb mitbekommen, aber war einfach glücklich." Sie sei geheilt, habe keine Einschränkungen mehr und auch Therapien seien keine mehr nötig, so Benej.

"Genieße das Leben!"

Heute, drei Monate später, geht es Angelika Seibert "sehr gut", wie sie betont. "Für mich ist das Ganze schon so weit weg", lacht sie. Unterstützt wird sie von ihrer Familie, aber auch dem Team in der Klinik ist sie dankbar: "Ich wurde wunderbar behandelt, die Ärzte waren großartig und haben mir ein zweites Leben geschenkt!" Jetzt freut sie sich vor allem auf Sport: "Ich mache Yoga, gehe joggen und wandern und bin einfach nur dankbar. Ich genieße das Leben!"

{title && {title} } ym, {title && {title} } Akt. 03.06.2026, 08:17, 03.06.2026, 05:30
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