Pipeline-Streit

Brüssel schlägt Untersuchung vor, Kiew zögert

Die EU prescht im Streit zwischen Ungarn und der Ukraine um die Druschba-Pipeline mit einer Untersuchung voran. Eine Zusage aus Kiew steht noch aus.
Newsdesk Heute
12.03.2026, 14:34
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Im Streit zwischen Ungarn und der Ukraine um die Druschba-Ölpipeline hat die EU-Kommission die Entsendung einer eigenen Untersuchungsdelegation vorgeschlagen - aber noch keine Zustimmung aus Kiew bekommen.

Die Kommission warte "auf eine Antwort" der ukrainischen Regierung, sagte eine Sprecherin am Donnerstag in Brüssel. Es gebe "intensive Gespräche" zu dem Thema mit der Ukraine sowie mit Ungarn und der Slowakei.

Ungarische Delegation in Ukraine

Die Druschba-Pipeline transportiert normalerweise russisches Öl durch die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei. Sie war nach ukrainischen Angaben im Jänner bei einem russischen Angriff beschädigt und deshalb vorübergehend stillgelegt worden. Ungarn und die Slowakei werfen Kiew jedoch vor, Reparaturen an der Leitung zu verzögern und die mutmaßlichen Schäden als Vorwand für eine Stilllegung zu nutzen.

Ungarns Regierungschef Viktor Orbán blockiert mit Verweis auf die fehlenden Druschba-Öllieferungen sowohl ein EU-Darlehen für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro als auch ein neues Sanktionspaket gegen Russland. Seine Regierung hatte am Mittwoch bereits eine eigene Delegation in die Ukraine entsandt, die ukrainische Regierung erkannte die Gruppe aber nicht als offizielle Delegation an.

Die Ölversorgung Ungarns und der Slowakei ist nach Darstellung aus Brüssel trotz der beschädigten Pipeline derzeit nicht gefährdet. Beide Staaten verfügen laut EU-Kommission über Ölvorräte für knapp drei Monate.

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