Prozess wegen Missbrauchs

Brust besser sichtbar: Mädchen musste Kleidung wechseln

Am Landesgericht Klagenfurt läuft ein Prozess um sexuelle Belästigung von Lehrlingen. Im Fokus steht auch der Umgang des Landes mit den Vorwürfen.
Österreich Heute
03.10.2026, 18:58
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Am Landesgericht Klagenfurt geht es um Vorwürfe sexueller Belästigung im Umfeld von Lehrlingen des Landes Kärnten. Angeklagt sind ein mittlerweile fristlos entlassener Vertragsbediensteter und eine weitere Landesbedienstete. Beide bekennen sich nicht schuldig.

Schwere Vorwürfe

Im Prozess kamen am Freitag Gesprächsdetails zwischen Vorgesetzten, vermeintlichen Vertrauenspersonen und Lehrlingen zur Sprache. Dabei ging es unter anderem um Fragen nach den sexuellen Erfahrungen am Wochenende oder der Anzahl der Geschlechtspartner.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Auch der Vorwurf, ein Mädchen sei aufgefordert worden, den Pullover anzuziehen, damit die Brüste besser zur Geltung kommen, wurde thematisiert.

Viele Fragen bleiben offen

Mehrere Zeugen berichteten darüber, wie mit den Vorwürfen innerhalb des Landes umgegangen worden sein soll. Dabei blieben am Freitag zahlreiche Fragen offen.

Unter anderem ging es darum, warum der angeklagte Vertragsbedienstete fristlos entlassen wurde. Die Zweitangeklagte soll vom Opfer über die Vorfälle informiert worden sein. Dennoch blieb sie weiterhin in ihrer Position, wie der ORF berichtet.

Warum wurde die Lehrling versetzt?

Besonders thematisiert wurde außerdem der weitere Weg des damals 17 Jahre alten Opfers. Das Mädchen verbrachte den Rest seiner Lehrlingszeit plötzlich in einem anderen Bezirk. Staatsanwältin Barbara Baum befragte mehrere Zeugen dazu, was nach Bekanntwerden der Vorwürfe von Seiten des Landes unternommen wurde.

Bei den Aussagen gab es unterschiedliche Darstellungen dazu, warum die 17-Jährige ihren Lehrplatz in Klagenfurt nicht mehr behalten hatte. Manche Landesbedienstete erklärten, das Mädchen habe Heimweh gehabt und deshalb nicht mehr in Klagenfurt bleiben wollen.

In anderen Niederschriften findet sich hingegen die Aussage, dass die Jugendliche Angst gehabt habe, weiter in diesem Umfeld zu bleiben. Der Prozess am Landesgericht Klagenfurt wird fortgesetzt.

red,03.10.2026, 18:58