Raub von Maskierten

Brutale Home Invasion in NÖ – Schüsse auf Polizei

Drei Täter überfielen eine 74-Jährige in ihrem Haus und bedrohten sie mit Pistole und Eisenstange. Auf eintreffende Polizisten wurde geschossen.
Victoria Carina  Frühwirth
18.02.2026, 10:37
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Es ist früher Morgen, als drei maskierte Männer gegen 06:50 Uhr in ein Wohnhaus in Amstetten, NÖ, eindringen. Die Täter, bewaffnet mit einer Faustfeuerwaffe und einer Eisenstange, überraschen die 74-jährige Hausbesitzerin. Sie bedrohen die Frau, drücken sie zu Boden und verlangen Bargeld.

Wollten 74-Jährige mit Kabelbindern fesseln

Der Angriff geschah am 5. September des Vorjahres, wie die Polizei jetzt bekanntgibt. Die Angreifer durchsuchen das Haus an dem Vormittag systematisch, rauben Bargeld in geringer Höhe und stehlen eine Kreditkarte. Währenddessen halten sie ihr Opfer gewaltsam fest und wollen es mit Kabelbindern fesseln. Nur das zufällige Läuten eines Spediteurs an der Tür stoppt die Tat – die Täter brechen die Home Invasion ab und flüchten. Die 74-Jährige bleibt bei dem Angriff körperlich unverletzt, die Familie leidet jedoch bis heute an den psychischen Folgen.

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Eine Großfahndung läuft sofort an. Gegen 8 Uhr morgens entdecken Polizisten zwei Verdächtige – einen 58-jährigen kosovarischen Staatsbürger und einen 55-jährigen Albaner – auf einer Wiese nahe dem Tatort. Als die Männer die Beamten sehen, flüchten sie zu Fuß.

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Täter schießt aus Hinterhalt auf Polizei

Mit der Flucht eskaliert die Situation: Der 58-Jährige lauert den nacheilenden Polizisten an einer Böschung auf und gibt aus kurzer Distanz drei gezielte Schüsse auf zwei Beamte ab. Ein Polizist erwidert das Feuer mit einem Schuss. Verletzt wird bei dem Schusswechsel niemand, beide Verdächtigen können vor Ort festgenommen werden.

Brisant: Wie der "Kurier" berichtet, soll der 58-jährige Kosovar bereits für 18 Jahre wegen Raubmordes im Gefängnis gesessen sein. Er soll 1999 in einem Schweizer Spielsalon einen Security erschossen haben. Zudem soll er in europäischen Ländern und in den USA "kriminalpolizeilich vorgemerkt sein" aufgrund von illegalem Waffenbesitz, Hehlerei und schwerem Diebstahl.

Auch der 55-jährige Albaner soll bereits mit dem Gesetz in Konflikt geraten sein. Wie der "Kurier" weiter berichtet, verübte der Mann 2002 einen Banküberfall in den Vereinigten Staaten, wurde auch zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt. 2010 soll er in Italien wegen Einbruchsdiebstahls, organisierter Kriminalität und Erpressung zu einer weiteren Haftstrafe verurteilt worden sein.

Die Ermittler finden das verwendete Tatfahrzeug verdeckt in einem Waldstück.
LPD NÖ

Bei einer Nachsuche finden die Ermittler das verwendete Tatfahrzeug verdeckt in einem Waldstück. Die Spur führt zu einer Tätergruppe, die laut Polizei auch für Einbruchsdiebstähle zwischen 24. Juli und 28. August 2025 in den Bezirken Melk und Amstetten verantwortlich ist. Dabei wurden Wertgegenstände im Gesamtwert von rund 125.000 Euro gestohlen.

"Tat-Schuhe" bei Verdächtigem gefunden

Ein dritter Verdächtiger – ein 49-jähriger kosovarischer Staatsbürger – wird am 8. September 2025 in Aschbach (Bezirk Amstetten) festgenommen. Bei ihm werden Schuhe vom Raubüberfall sowie ein hoher Bargeldbetrag sichergestellt. In der Unterkunft der Gruppe finden Ermittler weiteres Diebesgut. Der 49-Jährige zeigt sich zum schweren Raub umfassend geständig und zu den Einbrüchen teilgeständig, die beiden anderen Beschuldigten verweigern die Aussage.

Alle drei Männer wurden über Auftrag der Staatsanwaltschaft St. Pölten in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert. Der Prozess aufgrund der Home Invasion und der Schüsse auf Polizeibeamte soll im Frühling in St. Pölten stattfinden.

{title && {title} } VF, {title && {title} } Akt. 18.02.2026, 11:44, 18.02.2026, 10:37
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