Rückschlag für Ermittler

Millionenerbin unter Mordverdacht – Wasser flutete Grab

In die Gruft des toten Millionärs soll über Jahre Regenwasser eingetreten sein, das toxikologische Gutachten im möglichen Mordfall wäre unbrauchbar.
18.02.2026, 10:48
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Brisante Wende im Millionen-Krimi um eine zwielichtige Masseurin (44) mit Rotlichtvergangenheit, die sich laut "Krone" als "Pflegerin" das Erbe eines vermögenden Unternehmers (87) erschlichen haben soll – wir berichteten.

Die 44-Jährige steht unter dringendem Verdacht, das Testament des betagten und bettlägrigen Millionärs am 17. November 2020 mithilfe eines (ebenfalls bereits verstorbenen) Doppelgängers gefälscht zu haben – im vergangenen November klickten für sie die Handschellen.

Ermittler vermuten auch, dass der plötzliche Tod des vermögenden Kaufmanns exakt ein Monat nach der Testamentsänderung durch einen Darmverschluss nicht auf natürliche Weise zustande gekommen sein könnte – Mordverdacht! Auch weil gegen die Verdächtige laut "Heute"-Infos bereits Monate zuvor schon wegen Diebstahl und Körperverletzung zum Nachteil des Verstorbenen ermittelt worden war.

Die Staatsanwaltschaft ordnete fast fünf Jahre nach seinem Tod im vergangenen Dezember die Öffnung der Gruft und Exhumierung des Leichnams an, um mögliche Gift-Spuren aufzuspüren. Doch jetzt müssen die niederösterreichischen Mord-Ermittler laut "Kurier" einen Rückschlag hinnehmen: Die Gruft am Friedhof im Bezirk Mödling war offenbar über Jahre nicht dicht. Regen- und Grundwasser drangen in die Grabstätte ein und fluteten den Sarg. Das wurde auch gegenüber "Heute" bestätigt. Das toxikologische Gutachten liegt allerdings noch nicht vor.

Die Top Anwälte Astrid Wagner und Sascha Flatz verteidigen die beiden Verdächtigen, am Friedhof wurde die Gruft des Toten geöffnet.
Heute/Google Maps

Es muss aber befürchtet werden, dass wichtige Spuren weggeschwemmt wurden und so das in Auftrag gegebene Gift-Gutachten gar nicht verwertbar wäre. Für Anwältin Astrid Wagner, die die Pflegerin vertritt, basiert der Verdacht ohnehin nur auf der Aussage eines "dubiosen Belastungszeugen".

Die Star-Anwältin sprach gegenüber dem "Kurier" von einer "Intrige in einem gewissen Milieu". Auch der mutmaßliche Mann im Hintergrund – ein studierter Mediziner mit Drogenvergangenheit – bestreitet trotz U-Haft jegliche Beteiligung am angeblichen Betrug- und Mordkomplott. Ihm stand Sascha Flatz zur Seite. Für alle Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.

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