Zusage nach "Heute"-Bericht

Lisa braucht Rollstuhl: Landesrätin hilft 28-Jähriger

Nach dem "Heute"-Bericht über die chronisch kranke Lisa B. hilft ihr das Land NÖ. Die junge Frau soll sich damit einen neuen Rollstuhl leisten können.
Victoria Carina  Frühwirth
18.02.2026, 05:30
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Seit mehr als einem Jahrzehnt lebt Lisa B. mit den schlimmen Symptomen. Die 28-Jährige kommt kaum aus dem Bett, sie kann regelmäßig keine klaren Gedanken fassen, hat starke Schmerzen – "es fühlt sich an, als hätte ich offene Wunden. Ich bin ausgelaugt, als hätte jemand den Stecker gezogen."

Offiziell nennt sich die schlimme Krankheit "Myalgische Enzephalomyelitis / Chronic Fatigue Syndrom", besser bekannt unter dem Kürzel ME/CFS. Arbeiten oder studieren gehen, Freunde spontan treffen, die Sonne auf der Haut spüren – all das geht kaum, wie sie kürzlich in einem "Heute"-Artikel erzählte.

Mit einem einfachen Hilfsmittel wäre ihr Leben um vieles besser: Sie braucht einen speziellen Rollstuhl mit eingebautem Antikollisionssystem. Bis jetzt wird dieser Rollstuhl nicht von der Kasse bezahlt, wie Lisa im "Heute"-Gespräch sagt: "Die Krankenkasse zahlt nichts, weil der Rollstuhl ganz neu ist und noch in keinem Hilfsmittelkatalog steht. So einen innovativen selbstfahrenden Rollstuhl gab es bis jetzt nicht." Kommt der neue Rollstuhl in den genannten Katalog, kann auch die Krankenkasse mitfördern.

Landesrätin Susanne Rosenkranz
FPÖ Niederösterreich

Der Hilferuf von Lisa B. in "Heute" hat Wirkung gezeigt, NÖ-Landesrätin Susanne Rosenkranz (FP) wurde auf ihren Hilferuf aufmerksam. Rosenkranz erklärt: "Der Bericht über Lisa hat mich tief berührt. Deshalb habe ich die zuständige Abteilung beim Amt der NÖ Landesregierung beauftragt, schnell eine unbürokratische Lösung zu finden."

Großteil von Rollstuhl-Kosten übernommen

Dann die freudige Nachricht: Es gibt eine Zusage. Lisas dringend benötigter Rollstuhl wird vom Land NÖ unterstützt. Rosenkranz gibt bekannt: "Somit wird der Großteil der Kosten für den von Lisa benötigten Rollstuhl nun vom Land NÖ über eine Sonderfinanzierung beglichen. Selbstverständlich werde ich mich dafür einsetzen, dass dieses Rollstuhlmodell alsbald in den Hilfsmittelkatalog aufgenommen wird."

Lisa über Hilfe "unglaublich dankbar"

Als Lisa B. durch einen "Heute"-Anruf von der Geldspritze erfährt, ist sie überwältigt. "Das ist ein Wahnsinn, ja super! Das hilft mir enorm bei dem Rollstuhl. Dann komme ich schon früher auf die 6.000 Euro, die ich insgesamt für Rollstuhl, Zoll und Akku brauche. Dann wird der Rollstuhl hoffentlich auch früher geliefert. Danke!"

Mittlerweile ist die Sonderzahlung vom Land NÖ auf Lisas Konto eingelangt und sie kann den neuen Rollstuhl bestellen – durch private Spenden und Sonderfinanzierung hat sie die 6.000 Euro zusammengekratzt.

Aufnahme in Hilfsmittelkatalog

Sie richtet sich auch an ihre Unterstützer, die in den vergangenen Wochen Geld überwiesen haben: "Ich bedanke mich bei allen, die für mich gespendet haben, und ich bin dankbar für die große Hilfe vom Land NÖ! Ich freue mich schon so auf den neuen Rollstuhl, ich kann es kaum erwarten. Das bedeutet mir so viel!"

Besonders wichtig ist ihr die mögliche Wirkung über den eigenen Fall hinaus: "Mir bedeutet es ganz viel, dass wegen mir vielleicht dieser innovative Rollstuhl in den offiziell geltenden Hilfsmittelkatalog aufgenommen wird. Damit hat mein Kampf auch anderen etwas Gutes getan."

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Lisa hat aber auch eine Forderung an die Politik: "Ich will, dass die Regierung bei ME/CFS hinsieht und dass es in NÖ endlich eine Anlaufstelle für ME/CFS-Patienten geben muss. In Niederösterreich gibt es nach wie vor keine einzige öffentlich finanzierte Spezialambulanz für ME/CFS."

{title && {title} } VF, {title && {title} } Akt. 18.02.2026, 09:42, 18.02.2026, 05:30
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