Gesund sein bedeutet für Lisa aus Klosterneuburg nicht Luxus, sondern selbstständig zu sein und Kraft zu haben. Dinge, die für die 28-Jährige seit ihrer Kindheit keinesfalls selbstverständlich sind.
Lisa wurde 2020 mit Myalgischer Enzephalomyelitis / Chronic Fatigue Syndrom (ME/CFS) diagnostiziert. Arbeiten oder studieren gehen, Freunde spontan treffen, die Sonne auf der Haut spüren – all das fehlt ihr. Trotzdem klammert sie sich an eine große Hoffnung, wie sie im "Heute"-Gespräch erzählt: "Ich will so sehr daran glauben, dass ich eines Tages studieren gehen kann, aber jeden Tag ist es ein Kampf und eine Entscheidung fürs Leben, diese Hoffnung nicht aufzugeben."
Dabei begann ihre Krankengeschichte früh. "Ich hatte schon, seit ich denken kann, Symptome und war nie wirklich ausgeschlafen oder schmerzfrei", erzählt sie "Heute". Mit der Pubertät und Schweinegrippe wurde es schlagartig schlechter, mit Corona verschärfte sich ihre Situation erneut. Heute ist Lisa auf Vollzeitpflege angewiesen und überwiegend im Rollstuhl unterwegs. "Chronisch krank zu sein ist ein unbezahlter Vollzeitjob – ohne Urlaub", sagt sie.
Ein planbarer Alltag ist unmöglich für die 28-Jährige. Jeden Tag muss neu eingeschätzt werden, wie viel Energie vorhanden ist. An schlechten Tagen fühlt sich Lisa wie ausgesaugt, als hätte ihr jemand den Stecker gezogen: "Man fühlt sich in seinem eigenen Körper gefangen."
Besonders schmerzhaft ist für Lisa der Blick zurück. Sie absolvierte die Matura mit ausgezeichnetem Erfolg, war gut in Mathematik und voller Pläne. "Ich vermisse mein altes Ich", schreibt sie auf Instagram, "damals habe ich alle Anzeichen für einen Mega-Crash ignoriert – der kam dann auch nach der Matura und hat alles für immer verändert."
Seit 2019 ist Lisa auf einen elektrischen Rollstuhl angewiesen. Doch ihr aktuelles Modell stößt an seine Grenzen – vor allem bei nasser Fahrbahn wird es gefährlich. Sie schildert eine besondere Gefahrensituation: "Einmal wäre ich fast einen Hang herabgestürzt, hätte mich mein Bruder nicht eingeholt und festgehalten. Seitdem bin ich nicht mehr in meiner Heimatstadt am Buchberg spazieren gefahren, obwohl ich den Ausblick liebe und die Wanderwege quasi vor der Tür sind."
Lisa B. wurde auf ein innovatives, neues Rollstuhl-Modell aufmerksam, das vieles für sie verändern könnte: Der Rollstuhl hat eine verbesserte Federung, sorgt für weniger Schmerzen in Lisas instabiler Halswirbelsäule und bringt ihr vor allem mehr Sicherheit.
Hier sammelt Lisa B. Spenden für einen neuen Rollstuhl:
Kontoinhaber: Pfarre Weidling
IBAN: AT18 3288 0000 0443 0005
Kennwort: Rollstuhl
GoFundMe: https://www.gofundme.com/f/mehr-schmerzfreiheit-mit-meinem-neuen-rollstuhl
Ein integriertes Antikollisionssystem würde ihr viel Kraft sparen – etwas, das bei ME/CFS entscheidend ist. "Ich könnte endlich wieder ohne Begleitung mit meiner Assistenzhündin spazieren gehen", sagt Lisa. Auch zu Hause wäre sie damit deutlich selbstständiger, denn aktuell braucht sie Hilfe bei jeder Türschwelle.
Bitter: Der innovative Rollstuhl kostet rund 6.000 Euro. Unterstützung von der Krankenkasse gibt es dabei keine. Lisa B: "Die Krankenkasse zahlt nichts, weil der Rollstuhl ganz neu ist und noch in keinem Hilfsmittelkatalog steht. So einen innovativen selbstfahrenden Rollstuhl gab es bis jetzt nicht."
Die Zeit drängt: Nur wenn Lisa das Geld bis spätestens April zusammenbekommt, bleibt der Rollstuhl im Frühbucher-Rabatt für sie leistbar. Danach wird das Gerät deutlich teurer.
Um Hilfe zu bitten, fällt ihr schwer, doch sie hat keine andere Wahl. "Denkt euch, ihr ladet mich auf einen Kaffee ein", schreibt Lisa. Und weiter: "Aber noch viel wichtiger: ihr schenkt mir mehr (Schmerz-)Freiheit und Selbstständigkeit!"