Prozess in Wien

Brutale Rache-Attacke nach Streit wegen E-Scooter

Nach einem Streit bei einem Würstelstand kam es im vergangenen Oktober zu einer brutalen Attacke in der U2-Station Aspernstraße.
Wien Heute
19.06.2026, 19:07
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Am Wiener Landesgericht startet am Donnerstag ein aufsehenerregender Prozess um eine brutale Gewaltserie nahe der U2-Station Aspernstraße in Wien-Donaustadt. Zwölf Angeklagte im Alter zwischen 15 und 57 Jahren stehen vor Gericht. Ihnen werden unter anderem schwerer Raub, schwere Körperverletzung und Vergewaltigung vorgeworfen.

Wie der ORF berichtet, nahm der Fall am 5. Oktober des Vorjahres seinen Ausgang. Bei einem Würstelstand im Gewerbepark Stadlau soll sich ein Mann über drei Jugendliche beschwert haben, die mit ihren E-Scootern am Parkplatz herumfuhren und randalierten.

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Streit am Würstelstand

Der Mann soll zwei Freunde dazu geholt haben, darunter ein 57-Jähriger. Zuerst beruhigte sich die Lage, doch als die Jugendlichen ebenfalls Verstärkung holten, eskalierte die Situation. Laut Ermittlungen wurden die Männer von den Jugendlichen attackiert und teils schwer verletzt. Ein 57-Jähriger erlitt dabei schwere Verletzungen, ein weiterer Mann eine gebrochene Schulter.

Nur einen Tag später soll es zur folgenschweren Vergeltungsaktion gekommen sein. Die 17-jährige Tochter eines der verletzten Männer erkannte gemeinsam mit ihrem Freund einen der mutmaßlichen Angreifer nahe dem Wonkaplatz bei der U2-Station Aspernstraße.

Brutale Rache in der U-Bahn-Station

Daraufhin sollen neun Jugendliche auf drei Burschen losgegangen sein. Zwei der Opfer hatten mit dem ursprünglichen Streit überhaupt nichts zu tun. Die drei Jugendlichen wurden laut Anklage zusammengeschlagen und ausgeraubt. Einer von ihnen soll zudem Opfer eines schweren sexuellen Übergriffs geworden sein.

Die Täter filmten die Gewalttaten laut Ermittlern mit ihren Mobiltelefonen und verbreiteten die Aufnahmen anschließend in sozialen Netzwerken. Die Opfer mussten mit teils schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Sie erlitten unter anderem Knochenbrüche und schwere Gehirnerschütterungen. Ein Jugendlicher verlor zeitweise das Bewusstsein.

Videos auf Social Media verbreitet

Durch die auf Social Media verbreiteten Videoaufnahmen gelang es der Polizei, die mutmaßlichen Täter auszuforschen. Fünf von ihnen – ein Türke (14), ein Afghane (15), zwei Österreicher (beide 17) und ein Iraner (19) – wurden in Untersuchungshaft genommen, wie die Polizei im vergangenen Dezember bekanntgab.

Ein Österreicher (16), eine Slowakin (14), zwei Österreicherinnen (15 und 17) sowie eine 17-jährige Österreicherin, die zum damaligen Zeitpunkt vom Haupttäter schwanger war, wurden über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien auf freiem Fuß angezeigt.

Auch Vergewaltigung angeklagt

Elf der zwölf Angeklagten müssen sich zusätzlich wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung verantworten. Laut Staatsanwaltschaft wollten die Beschuldigten die Jugendlichen nicht nur bestrafen, sondern gezielt demütigen. Den Angeklagten drohen – je nach Beteiligung und Delikt – Haftstrafen zwischen fünf und 15 Jahren.

Unter den Angeklagten befinden sich auch der 57-jährige Mann, der beim ursprünglichen Streit verletzt worden sein soll, sowie zwei seiner Töchter. Der Mann, der den Konflikt am Würstelstand ausgelöst haben soll, ist hingegen nicht angeklagt. Der Prozess ist auf zwei Verhandlungstage angesetzt. Die Fortsetzung findet am 23. Juni statt.

{title && {title} } red, {title && {title} } 19.06.2026, 19:07
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