In Mariazell ist es am Freitagvormittag zu zwei schweren Rodelunfällen gekommen. Auf einer präparierten Rodelbahn wurden dabei insgesamt drei Personen schwer verletzt.
Der erste Unfall ereignete sich gegen 10.15 Uhr in einem organisierten Skigebiet im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag. Ein 11-jähriger Bub war allein mit seiner Rodel talwärts unterwegs. Aufgrund der nächtlichen Minusgrade herrschten besonders harte und gefrorene Schneeverhältnisse.
In einer steilen Kurve kam der Junge von der Bahn ab und stürzte in ein angrenzendes Waldstück. Er erlitt dabei schwere Verletzungen. Nach der Erstversorgung wurde er mit einem Notarzthubschrauber in ein Spital nach Niederösterreich geflogen.
Nur rund zehn Minuten später kam es an derselben Stelle erneut zu einem Unfall. Eine 48-jährige Frau fuhr gemeinsam mit ihrem sechsjährigen Sohn die gleiche Rodelbahn hinunter. In derselben Kurve verlor sie wegen der hohen Geschwindigkeit und des harten Untergrundes die Kontrolle über die Rodel.
Auch sie kamen von der Bahn ab und stürzten in den angrenzenden Wald. Die Frau erlitt Verletzungen unbestimmten Grades, ihr Sohn wurde schwer verletzt. Beide wurden nach der Erstversorgung mit Hubschraubern in steirische Spitäler gebracht.
Im Einsatz standen die Bergrettung und die Alpinpolizei, unterstützt von mehreren Hubschrauberbesatzungen. Die Ermittlungen zu den genauen Unfallhergängen laufen.