Ein Museumsbesuch in Jerusalem endete mit einem Loch in einem berühmten Kunstwerk. Ein sechsjähriger Bub beschädigte im Israel-Museum ein wertvolles Gemälde des belgischen Malers René Magritte.
Der Bub hatte laut "Times of Israel” zuvor im Skulpturengarten einen Tannenzapfen aufgehoben. Danach warf er ihn aus kurzer Distanz auf Magrittes Bild "Das Schloss der Pyrenäen" aus dem Jahr 1959. Dabei entstand ein Loch in der Leinwand.
Nach dem Vorfall soll der Sechsjährige selbst tief betroffen gewesen sein. Das beschädigte Gemälde muss nun aufwendig restauriert werden.
Die Restaurierung erfolgt in mehreren Schritten. Laut "Haaretz" wird die Leinwand zunächst wieder zusammengenäht, danach kümmern sich Fachleute um die verschiedenen Ölfarbschichten.
Ein Sprecher des Museums erklärte gegenüber der "Times of Israel", dass die meisten Kunstwerke bewusst ohne Schutzglas und Alarmanlagen gezeigt werden. Besucher sollen die Werke aus nächster Nähe erleben können.
"Das Schloss der Pyrenäen" zählt zu Magrittes bekanntesten Werken. Das surrealistische Bild zeigt einen Felsen mit einer Burg, der scheinbar über dem Meer schwebt.
Einen aktuellen Marktpreis gibt es nicht, da sich das Gemälde seit Jahrzehnten im Besitz des Israel-Museums befindet. Werke von Magritte erzielen auf Auktionen jedoch regelmäßig zweistellige Millionenbeträge. 2024 wurde laut dem Kunstportal "The Value" ein Magritte-Gemälde für rund 121 Millionen US-Dollar versteigert.