ÖVP kritisiert scharf

Bücherei-Jahreskarte wird bis zu 40 Prozent teurer

Bäder, Öffis, Parken, Schulessen – und nun auch die Büchereien: Weil der Aufwand stark gestiegen sei, werden die Gebühren erhöht. Die ÖVP ist sauer.
Wien Heute
01.12.2025, 06:15
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Wiener Bücherfreunde müssen künftig tiefer in die Tasche greifen: Die Jahreskarte der Büchereien Wien soll laut einem Akt, der am 4. Dezember im Bildungsausschuss beschlossen werden soll, deutlich teurer werden.

Die reguläre Jahresgebühr für Erwachsene steigt von 36 auf 45 Euro – das sind plus 25 Prozent. Für ermäßigte Karten – etwa für Studierende, Zivildiener und Schüler ab 18 – soll der Preis von 10,80 auf 15 Euro steigen. Das entspricht einer Erhöhung von fast 40 Prozent.

Aufwand sei stark gestiegen

In dem Antrag der MA13 an den Gemeinderat heißt es: "Die Stadt sieht sich derzeit mit der Herausforderung einer umfassenden Budgetkonsolidierung konfrontiert, um die finanzielle Stabilität langfristig sicherzustellen. In den Jahren seit der Neufestsetzung der Gebühren sind aufgrund der überdurchschnittlich hohen Inflationsraten zwar einzelne Valorisierungen vorgenommen worden (zuletzt mit Jänner 2025), diese konnten aber nur in geringem Maße dem in diesem Zeitraum gestiegenen Aufwand für den Betrieb der Büchereien Rechnung tragen. Vor diesem Hintergrund ist es notwendig, die Einnahmen anzupassen, um weiterhin qualitativ hochwertige Dienstleistungen anbieten zu können."

Die Jahreskarten für die Wiener Büchereien werden empfindlich teurer.
"Heute"

"Mehr Kosten, mehr Schulden, keine Reformen"

Markus Figl, Landesparteiobmann der ÖVP Wien, zeigt sich empört: "Die Neos machen Bildung in Wien auf allen Ebenen teurer. Neben einer Leistungs-Steuer, mit der direkt auf das Gehalt der Wienerinnen und Wiener zugegriffen wird, folgt auch im Bildungsbereich eine massive Verteuerung nach der anderen." Statt echter Reformen im System gäbe es nur neue Belastungen, so Figl. Gerade der Bildungsbereich sei für die Zukunft entscheidend.

"Rot-Pink setzt damit einen traurigen Trend fort: mehr Kosten, mehr Schulden, aber keine einzige echte Reform", kritisiert der ÖVP-Chef.

Zierfuß: "Sozialisiert auf dem Rücken der Jungen"

Noch schärfer formuliert es Harald Zierfuß, Klubobmann und Bildungssprecher der Wiener ÖVP: "Es ist eine Farce, dass gerade die Neos das Budgetloch mit einer massiven Erhöhung der Bildungsgebühren auf allen Ebenen stopfen wollen. Neben den massiven Erhöhungen beim Essensbeitrag in städtischen Kindergärten oder bei den Musikschulgebühren, sollen jetzt auch die Büchereigebühren massiv nach oben geschraubt werden."

Gerade für junge Wiener, wie Schüler ab 18, Zivildiener und Studenten werde die ermäßigte Jahresgebühr für die Büchereien um fast 40 Prozent erhöht. "Damit drehen die Neos bei einer zentralen Bildungsinstitution zusätzlich an der Preisschraube. Das jahrelange Missmanagement von Rot-Pink wird damit auf dem Rücken der Wienerinnen und Wiener sozialisiert!", so Zierfuß.

Ob das Bildungspaket am 4. Dezember durchgewunken wird, entscheidet sich im Gemeinderatsausschuss. Die Debatte darüber dürfte hitzig werden.

{title && {title} } red, {title && {title} } 01.12.2025, 06:15
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