Schlechte Leistungen der österreichischen Bundesliga-Schiedsrichter haben künftig Konsequenzen. Nach schwerwiegenden Fehlpfiffen können die Unparteiischen gesperrt werden.
Seit Saisonbeginn dürfen sich die rot-weiß-roten Referees nur noch zwei schlechte Spiele leisten. Dann werden sie gesperrt.
"Es gab zu viele Fehler in der Vergangenheit. Wenn wir alles gleich belassen hätten, wäre es nicht zielführend gewesen", erklärte ÖFB-Regelreferent Gerhard Gerstenmayer bei Sky das neue Bewertungssystem.
Das sieht vor, dass Unparteiische, die vom Schiedsrichter-Beobachter zwei Mal ein schlechtes Zeugnis ausgestellt bekommen haben, pausieren müssen. "Dann steht der Schiedsrichter für ein, zwei Spiele. Je nachdem, wie gravierend der Fehler war", so Gerstenmayer.
Damit könnten sich für den ÖFB und die Bundesliga ganz neue Probleme auftun. "Uns ist bewusst, dass wir so in einen Personal-Engpass bei den Schiedsrichtern kommen können. Aber wir mussten ein Zeichen setzen."
Der erste Leidtragende der neuen Regel ist Referee Manuel Schüttengruber. Der Oberösterreicher hatte beim Duell zwischen Mattersburg und Hartberg in der ersten Runde zu Unrecht einen Elfmeter für die Burgenländer gepfiffen. Dafür wurde Schüttengruber, der seinen Fehler nicht einsah, schlecht bewertet. Nach dem nächsten fehlerhaften Spiel wird der 36-Jährige gesperrt. (wem)