Die deutsche Bundeswehr hat ein neues Regelwerk zu Gesundheitsmaßnahmen bei Schießübungen veröffentlicht. Auf vier Seiten wird erklärt, wie Soldaten sich vor Gefahrstoffen schützen sollen, die beim Abfeuern von Waffen entstehen.
Beim Schießen werden laut dem Dokument hohe Konzentrationen an Gefahrstoffen freigesetzt: Kupfer und Kohlenmonoxid bei der Abgabe des Schusses, Blei und Antimon beim Auftreffen des Geschosses. Die Fachleute raten deshalb, die Belastung auf ein Mindestmaß zu begrenzen.
Wie n-tv.de berichtet, stammt das Papier vom Streitkräfteamt in Kooperation mit der Zentralen Stelle für Arbeitsschutz der Bundeswehr. Die Anweisungen sollen Soldaten vor möglichen Folgeschäden bewahren.
Die Vorschriften sind detailliert: Wer nach dem Schießen essen oder trinken will, soll das nur im Bereich der Aufenthaltsräume tun. Davor – und auch vor dem Rauchen – muss die Hygiene eingehalten werden. Dazu gehört insbesondere das Waschen von Gesicht und Händen.
Auch bei der Kleidung gibt es strenge Regeln: Die Uniform soll in den dienstlich bereitgestellten Einrichtungen gewaschen werden, keinesfalls daheim. Damit soll eine Kontamination Dritter vermieden werden.
Die Verwendung einer Feldmütze als Lagerstätte für Patronenhülsen ist nun untersagt. Die Hülsen gehören in geeignete, bereitgestellte Behältnisse auf der Schießanlage. Auch Isomatten werden empfohlen, da sie leicht zu reinigen sind – allerdings müssen sie vor dem Verpacken abgewischt werden.