Gleich zwei Reisebusse sind am Wochenende im Burgenland von der Polizei aus dem Verkehr gezogen worden. In einem Fall waren 29 Schülerinnen und Schüler auf dem Weg nach Frankreich unterwegs, im anderen 50 Fahrgäste auf der Route von Kosovo nach Salzburg. Beide Male stellten die Beamten schwerwiegende Mängel fest.
Der erste Bus mit rumänischem Kennzeichen wurde in Nickelsdorf angehalten. Bei der Kontrolle konnten Manipulationen an den Aufzeichnungen der Lenk- und Ruhezeiten des 43-jährigen Fahrers festgestellt werden.
Zusätzlich ergab die technische Überprüfung insgesamt 14 schwere und gefährliche Mängel am Fahrzeug. Die Passagiere – Schülerinnen und Schüler im Rahmen des EU-Austauschprogramms Erasmus+ – waren auf dem Weg von Rumänien nach Frankreich und mussten auf einen Ersatzbus umsteigen.
Am Sonntag stoppte die Polizei einen weiteren Reisebus, der von Gjakove nach Salzburg unterwegs war. Auch hier wurden Manipulationen bei den Lenk- und Ruhezeiten festgestellt – betroffen waren ein 35- und ein 44-jähriger Lenker aus Kosovo. Bei der technischen Kontrolle des Busses wurden 15 schwere und gefährliche Mängel festgestellt.
In beiden Fällen untersagten die Beamten die Weiterfahrt. Die Anzeigen wurden an die Bezirkshauptmannschaft Neusiedl am See sowie an die Staatsanwaltschaft Eisenstadt übermittelt. Für die betroffenen Fahrgäste wurde jeweils ein Ersatzbus organisiert, damit sie ihre Reise sicher fortsetzen konnten.