Der Schock nach dem Achtelfinal-Aus im DFB-Pokal gegen Werder Bremen (2:3) sitzt bei Borussia Dortmund tief. Sportdirektor Michael Zorc richtete seinen Profis nun "Freundlichkeiten" aus.
Die Selbstzerfleischung beim BVB hat begonnen. Nach dem Cup-Aus hatte Zorc drastische Worte gefunden, ging mit seinen Spielern hart ins Gericht. Denn das Ausscheiden "tut sehr weh, es ist nicht zu reparieren", erklärte der 57-Jährige im Kicker.
Seine Erklärung: "Wir sind dafür bestraft worden, dass wir in der ersten Hälfte lahmarschig, bequem und langsam gespielt haben", unterstellte der BVB-Sportdirektor seinen Star-Kickern fehlendes Engagement.
"Wir haben nicht so gewirkt, als wüssten wir, worum es geht", schüttelte Zorc den Kopf. So ist die Chance auf den Pokalsieg leichtfertig vergeben worden.
Wohl auch eine Kritik an Coach Lucien Favre. Denn im ersten Durchgang hatte der 62-Jährige Stürmer-Neuzugang Erling Haaland auf der Bank gelassen, dies neuerlich mit Fitness-Problemen beim erst 19-jährigen Knipser begründet. Das hatte beim BVB-Anhang für Kopfschütteln gesorgt.
Die Dortmunder hatten daraufhin im ersten Durchgang Schlafwagenfußball gespielt. Erst mit der Hereinnahme des Ex-Salzburg-Bombers war wesentlich mehr Zug ins Angriffsspiel reingekommen. Allerdings konnte auch Haaland trotz seines siebten Treffers im vierten BVB-Spiel das Aus nicht verhindern.
Schon unmittelbar nach dem Spiel hatte Julian Brandt den schwarz-gelben Killerinstinkt vermisst. "Uns hat die Gier gefehlt, Tore zu schießen."