Mit 56 Titeln ist Celtic schottischer Rekordmeister. Auch international sind die Grün-Weißen aus Glasgow eine bekannte Größe. Gegen österreichische Teams mussten sie aber zwei der bittersten Niederlagen in ihrer Geschichte einstecken.
Jetzt gegen den LASK, vor 42 Jahren gegen Rapid.
Das besondere daran: Sowohl die Linzer als auch die Wiener traten bei ihren Triumphen gegen Celtic nicht in ihren traditionellen Vereinsfarben an, sondern ganz in Rot.
1984 sorgte Rapid gegen Celtic im Europapokal der Pokalsieger für eine legendäre Fußball-Sensation. Die Hütteldorfer hatten das Achtelfinal-Hinspiel daheim mit 3:1 für sich entschieden. Pacult, Lainer und Krankl schossen die Tore.
Im Rückspiel in Glasgow ging Rapid gegen überharte Schotten 0:3 unter, war eigentlich ausgeschieden. Weil Weinhofer mit einer Flasche aus dem Celtic-Fansektor am Kopf getroffen wurde, kam es zu einem Wiederholungsspiel.
Bei der 0:3-Abfuhr waren die Wiener ganz in Blau aufgelaufen. Beim Wiederholungsspiel auf neutralem Boden in Manchester entschied sich Rapid daher für Rot – und gewann auf der Insel 1:0. Pacult hatte wieder getroffen. Der Stürmer wurde danach wie Goalie Feurer von Fans attackiert. Rapid zog ins Viertelfinale ein, stürmte später bis in das Finale (1:2 gegen Everton).
Den Albtraum hat Celtic bis heute nicht vergessen.
Und erlebte ihn jetzt wieder. Gegen den LASK feierten die Schotten im Playoff-Hinspiel in Glasgow einen 3:0-Heimerfolg, standen mit einem Bein in der Ligaphase der Champions League. Die LInzer trugen ihre rot-schwarzen Auswärtsdressen. Daheim läuft der LASK normal in Schwarz-Weiß auf, gegen Celtic aber ganz in Rot. Ein Glücksbringer: Nachdem der Gegner 1:0 in Führung gegangen war, drehten Usur, Ljubicic, Flecker und zwei Mal Adeniran das Spiel, warfen Celtic mit dem 5:1-Heimerfolg aus der Champions League.
Für den LASK war es ein Fußballwunder, für Schottlands Rekordmeister das zweite Desaster gegen ein heimisches Team in roten Dressen.