Irre! Dortmund dreht 0:2, Chelsea nach 1:4 noch 4:4

Jubel in Dortmund und London.
Jubel in Dortmund und London.Bild: imago sportfotodienst
Verrückte Champions-League-Runde! Dortmund liegt mit 0:2 zurück und siegt noch. Chelsea dreht einen 1:4-Rückstand in ein Remis.

Salzburg holte in Napoli ein 1:1-Unentschieden, Liverpool siegte daheim gegen Genk 2:1. Den Bericht zur Gruppe E der Bullen findet ihr HIER.

Chelsea – Ajax 4:4

Eine aufregende Anfangsphase leitete ein verrücktes Champions-League-Match ein. Ajax führte durch ein bitteres Eigentor von Stürmer Tammy Abraham in Minute zwei. Jorginho schlug in Minute fünf zurück. Promes brachte Ajax wieder in Führung (20.). Es folgte der schräge Auftritt von Hakim Ziyech und Chelsea-Torwart Kepa Arrizabalaga.

Ziyech zirkelte einen Freistoß aus fast unmöglicher Position, knapp bei der Eckfahne, an die lange Stange. Von dort prallte der Ball zurück, traf den herbeifliegenden Kepa genau im Gesicht, und landete zum 3:1 für Ajax in den Maschen (35.). Zwei Eigentore, eins davon war in Sachen Slapstick kaum zu überbieten. Ein bitterer Abend für Kepa und seine Mannschaft. Sollte man meinen.

In Halbzeit zwei sorgte zudem Donny van de Beek für die vermeintliche Vorentscheidung. Ziyech, wer sonst, setzte den jungen Spielmacher ideal in Szene, der schob trocken ein (55.).

Als alles entschieden schien, ließ César Azpilicueta die Blues noch einmal hoffen (63.). Dann wurde das ohnehin schon verrückte Spiel völlig irre. In einer Szene flogen gleich zwei Ajax-Verteidiger mit Gelb-Rot vom Platz. Daley Blind, weil er mit einer Grätsche zu spät kam – wegen Vorteils lief das Spiel weiter. Einen Augenblick später traf Joel Veltman ein Schuss im Sechzehner an der Hand. Beide flogen vom Platz. Es gab zudem Elfmeter. Jorginho lupfte trocken zum 3:4 (71.). Höchststrafe für Ajax: In Minute 74 war der Dreitore-Vorsprung endgültig geschmolzen. Youngster Reece James stellte für Chelsea auf 4:4.

Die Gäste retteten zumindest einen Punkt über die Zeit. Zur Erinnerung: Im Hinspiel vor zwei Wochen hatte Chelsea durch ein spätes Tor von Michy Batshuayi 1:0 gewonnen.

Dortmund – Inter 3:2

Der BVB verlor vor zwei Wochen in Mailand 0:2. Auch im Heimspiel hatten die Deutschen zunächst nichts zu melden. Der junge Superknipser aus Argentinien, Lautaro Martinez, brachte Inter früh auf Schiene (5.). Matias Vecino legte nach Vorarbeit von Candreva nach (40.). Candreva ist übrigens der Grund, warum ÖFB-Teamspieler Valentino Lazaro bei den Italienern so gut wie immer nur die Bank bleibt.

Dortmund wachte erst nach der Pause auf. Achraf Hakimi traf nach sehenswertem Kurzpassspiel rund um den Sechzehner aus kurzer Distanz, Mario Götze lieferte den finalen Pass (51.). Es sollte einem Weckruf gleichkommen. Julian Brandt brachte den Signal Iduna Park zum Toben. Paco Alcácer war gerade erst eingewechselt worden, legte Brandt den Ausgleich auf (64.).

Auch in Dortmund wurde es jetzt richtig verrückt.

Hakimi stellte das Spiel auf den Kopf. Der Marokkaner spielte einen perfekten Doppelpass mit Jadon Sancho und traf zum 3:2 (77.). Dortmund siegte nach 0:2-Rückstand, liegt als Tabellenzweiter damit nur mehr zwei Punkte hinter Barca, das daheim gegen Slavia Prag nur 0:0 spielte.

Für Lazaro und sein Team ein herber Rückschlag. Dem Legionär blieb wenigstens ein persönlicher Lichtblick. In Minute 66 wurde er für Cristiano Biraghi eingewechselt. Die Niederlage konnte er nicht verhindern. Lazaro bot in seiner kurzen Zeit auf dem Feld aber eine ansprechende Leistung.

Lyon – Benfica 3:1

Nach dem souveränen Sieg von RB Leipzig über Zenit im frühen Abendspiel (2:0) nützte Lyon die Gunst der Stunde, überholte die Russen und rückte auf Rang zwei in Gruppe G vor. Die Franzosen schlugen daheim Benfica Lissabon in einer spielerisch ausgeglichenen Partie mit 3:1.

Joachim Andersen (4.) und Memphis Depay (33.) ließen den Parc Olympique Lyonnais jubeln. Der Anschluss von Haris Seferovic kam zu spät (76.). Benfica warf alles nach vorne, Bertrand Traore nützte den Raum zum 3:1 (89.).

Valencia – Lille 4:1

Die Fledermäuse drehten im Heimspiel gegen Lille den frühen Rückstand: Victor Osimhen (25.). Daniel Parejo glich aus (66.). Ein später Doppelschlag sorgte für die Entscheidung: Eigentor Adama Soumaoro (82.), Geoffrey Kondogbia (84.). Ferran Torres machte in Minute 90 endgültig alles klar. Endstand 4:1.

Alle Spiele und die daraus resultierenden Tabellen-Situationen nach vier Runden:

Gruppe E

Gruppe F

Gruppe G

Gruppe H

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