Am Dienstag erschütterte die tragische Meldung vom Tod des Fußballers Jesus de Miguel die Fußballwelt. Der 30-jährige Spanier in Diensten von CD Teneriffa verstarb nach einem Zusammenstoß mit Keeper Jesus Owono vom Gegner FC Andorra während des Ligaspiels am Montagabend.
Daraufhin reagierte die UEFA schnell und erklärte, dass es vor allen Europacup-Spielen im Laufe der Woche eine Trauerminute zu Ehren des 30-Jährigen geben würde – und zu Ehren der Opfer der Zugkatastrophe in Spanien in der vergangenen Woche. So auch vor dem Champions-League-Spiel zwischen Borussia Dortmund und Betis Sevilla, einem Klub aus dem Heimatlang von De Miguel, aus dem Land, in dem die Zugkatastrophe passierte.
Im mit über 80.000 Fans restlos ausverkauften Signal Iduna Park war es daraufhin mucksmäuschenstill geworden. Beide Mannschaften hatten sich zuvor am Anstoßkreis aufgestellt, die Spieler standen Arm in Arm da. Kurzum: Es war eine echte Gänsehaut-Stimmung.
Bis einige Chaoten in die Stille des Stadions riefen, die andächtige Ruhe störten. Was sie schrien, war nicht zu verstehen gewesen. Auch nicht, von wo die Rufe hergekommen waren.
Das blieb aber nicht lange unbeantwortet. Denn schnell brandete ein gellendes Pfeifkonzert auf. Es hagelte Buhrufe für die Störenfriede im Stadion. All das stoppte Sekunden später dann, als Schiedsrichter Serdar Gözübüyük aus den Niederlanden mit seinem Pfiff die Trauerminute beendete.