Ein ungewöhnlicher Schritt aus dem britischen Königshaus sorgt für Aufsehen: König Charles wird zukünftig nicht mehr im Buckingham Palast wohnen und bricht damit mit einer Erwartung, die über Generationen hinweg als gesetzt galt.
Trotz umfassender Sanierungsarbeiten in Milliardenhöhe bleibt die traditionsreiche Londoner Residenz für ihn und Königin Camilla außen vor. Das Paar hält stattdessen an Clarence House als dauerhaftem Wohnsitz fest. Parallel dazu wurde bekannt, dass auch die künftige Wohnsituation von Prinz William und Prinzessin Kate nicht in den Buckingham Palast führt, sondern in der Forest Lodge im Windsor Great Park bleibt.
Damit verliert der Buckingham Palast seine Funktion als königliche Hauptresidenz – zumindest im klassischen Sinn. 200 Jahre wurde diese Tradition aufrecht erhalten. Stattdessen soll das Gebäude stärker als offizieller Arbeits- und Veranstaltungsort genutzt werden, etwa für Empfänge, Staatsbesuche und Großereignisse.
Gleichzeitig wird der Zugang für die Öffentlichkeit ausgeweitet, was dem Palast auch wirtschaftlich neue Bedeutung verleihen könnte. Ein Sprecher betonte, der König habe weiterhin große persönliche Verbundenheit mit dem Gebäude, doch die künftige Rolle des Palasts liege klar im repräsentativen und administrativen Bereich, nicht im privaten Wohnen der Royals.