Christa Pike, eine zum Tode verurteilte 50-Jährige aus den USA, ist nach ihrer missglückten Hinrichtung wieder in das Gefängnis zurückgebracht worden.
Ihre Anwälte gaben am Samstag (10. Oktober) bekannt, dass sie das Spital verlassen konnte.
Pike erhält weiterhin medizinische Betreuung in der Haftanstalt. Ihre Anwälte erklärten: "Sie ist den medizinischen Teams unter diesen außergewöhnlichen Umständen dankbar."
Wie die AFP berichtet, hatte Pike am 30. September im US-Bundesstaat Tennessee zwei Dosen des Barbiturats Pentobarbital überlebt. Sie kam daraufhin in kritischem Zustand ins Spital.
Ihr Anwalt Stephen Ferrell erklärte der BBC, Pike habe sich erstmals wieder aufrichten und gehen können. Dennoch sei sie "etwas verwirrt" und habe Probleme, ihre Gedanken zu ordnen: "Sie verliert sehr leicht den Faden ihrer Gedanken und vergisst, wohin sie geht."
Pike hätte als erste Frau seit über 200 Jahren in Tennessee hingerichtet werden sollen. Ihr Anwalt vermutet, dass sich ihr Zustand zwar verbessert, aber dauerhafte Schäden nicht ausgeschlossen werden können.
Eine Richterin ordnete an, alle Beweise und Dokumente zu dem Vorfall zu sichern. Tennessees Gouverneur Bill Lee setzte die Hinrichtungen im Bundesstaat vorläufig aus und bestellte eine unabhängige Untersuchung.
Der Leiter der Gefängnisverwaltung trat zurück. Die Behörden betonen, dass sie sich an den vorgeschriebenen Ablauf gehalten zu haben.