Mit rund 25 Prozent ging die Linke als Wahlsieger in Berlin hervor. Dies wurde danach auch ausgiebig gefeiert. Unter den Besuchern einer Wahlparty haben sich jedoch auch fragwürdige Gäste gemischt, die nun für ordentliche Diskussionen sorgen.
So zeigt ein Foto das Bundestagsmitglied der Linken Ferat Koçak mit dem Anti-Israel-Aktivisten Ibrahim Ibrahim – zuerst berichtete "t-online" darüber. Wie die "Bild" schreibt, gilt Ibrahim als führender Unterstützer der Terrororganisation PFLP („Volksfront zur Befreiung Palästinas“). In Deutschland sei er bereits als Vertreter des "Vereinigten Palästinensischen Nationalkomitees" aufgetreten. Der Verfassungsschutz stuft die Gruppe als extremistisch ein. Die EU und die USA sogar als Terrororganisation.
Zudem soll Ibrahim den getöteten Hamas-Chef Jahja Sinwar, der für die Koordination des Massakers vom 7. Oktober in Israel verantwortlich sein soll, laut democ als "standhaften Führer" und "Märtyrerhelden" bezeichnet haben.
Ein weiterer dubioser Gast bei Linken-Wahlpartys in Neukölln und Kreuzberg war Clan-Boss Issa Remmo. "Die Berliner Linke ist Juden gegenüber nicht feindlich eingestellt", zitierte ihn die "Berliner Morgenpost". Remmo fühle sich von den Linken unterstützt.
Und was sagt die Linke selbst? Im ZDF ging die Spitzenkandidatin und Wahlsiegerin Elif Eralp zu Remmo auf Distanz. Demnach sei er nicht eingeladen gewesen und sei wieder hinausgeschickt worden. Man wolle mit organisierter Kriminalität nicht zu tun haben. "Die bekämpfen wir", stellte Eralp klar.
Anders sieht dies Brandenburgs Innenminister und CDU-Chef Jan Redmann. Gegenüber der "Bild" sagte er, dass "Schlimmes für die Innere Sicherheit" zu befürchten sei, wenn "Clan-Chefs und Islamisten den Wahlsieg der Linken in Berlin bejubeln".
Auch die im Wahlkampf versprochenen Einsparungen bei Polizei und Verfassungsschutz sieht er negativ. Dies würde sich auch auf Brandenburg auswirken. Ihm zufolge würde die organisierte Kriminalität über Ländergrenzen hinweg operieren und ließe sich nur gemeinsam bekämpfen.