Am Montagabend hielt die 1.600-Einwohner-Gemeinde Petzenkirchen im Bezirk Melk den Atem an. Plötzlich rückte ein Großaufgebot der Polizei an. Auch die Sondereinheit Cobra war mit gepanzerten Fahrzeugen vor Ort – "Heute" berichtete.
Vorerst war unklar, warum es zu dem Einsatz kam. Am Dienstag brachte die Polizei Licht ins Dunkle. Gegenüber den "Niederösterreichischen Nachrichten" wurde angegeben, dass ein amtsbekannter Verdächtiger Ziel der Operation war.
Gegen ihn laufen Ermittlungen des Landesamts Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE). Demnach habe es Hinweise auf Waffen und Kriegsmaterial gegeben. Des Weiteren bestehe gegen den Mann ein aufrechtes Waffenverbot.
Bei der durch die Staatsanwaltschaft St. Pölten angeordneten Hausdurchsuchung seien mehrere Gegenstände sichergestellt worden. Laut der Polizei gelte es jetzt zu überprüfen, ob es sich dabei um Kriegsmaterial handle. Auch die Funktionsfähigkeit soll getestet werden.
Dem Bericht zufolge soll sich der Einsatz im Ortszentrum nahe der Volksschule abgespielt haben. Der Einsatzort sowie das umliegende Gebiet sei großräumig abgesperrt worden. Laut der Polizei habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung bestanden.