Pornos, Waffen, Kriegsmaterial

Waffennarr (81) hortete 550 kg Munition

Der Fall eines 81-Jährigen, der seine Ehefrau gefährlich bedroht haben soll, wird immer skurriler. Neben Pornos fand die Polizei 550 kg Munition.
Niederösterreich Heute
06.03.2026, 10:49
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Am Montag, 2. März 2026, kam es zu einem folgenschweren Polizeieinsatz: Mehrere Polizeistreifen werden zu einem Wohnhaus in Strasshof (Bezirk Gänserndorf) beordert. Der Einsatzgrund, der zunächst im Raum steht: "Gewalt in der Privatsphäre" – ein 81-jähriger Österreicher soll seine Ehefrau gefährlich bedroht haben, sodass sich das Opfer zum Selbstschutz in einem Raum eingeschlossen hatte.

Um 19:15 Uhr hatte die Landesleitzentrale den Befehl zum Einsatz gegeben. Pikantes Detail: Auf den 81-Jährigen sind laut Zentralem Waffenregister 70 Waffen registriert. Nun sind Polizisten unter Vorkehrung aller Sicherheitsmaßnahmen im Haus des Ehepaars. Zur Klärung des Sachverhaltes betreten sie auch das Obergeschoss und den Keller des Gebäudes – und stoßen bereits nach wenigen Minuten auf unzählige, frei herumliegende Schusswaffen.

Spezialeinheiten im Einsatz

Es entsteht der dringende Verdacht einer Übertretung nach dem Waffengesetz und auch des Kriegsmaterialgesetzes. Am Folgetag, am Dienstag, dem 3. März und auch am Mittwoch, 4. März 2026, werden auf Auftrag der Staatsanwaltschaft Korneuburg Spezialeinheiten für eine Hausdurchsuchung zusammengezogen. Kräfte des Landesamtes für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung Niederösterreich (LSE NÖ) durchsuchen mit Unterstützung weiterer Einheiten das gesamte Gebäude.

Halbe Tonne Munition

Sie finden rund 550 kg Munition, eine große Zahl von Waffen, Kriegsmaterial und diverses Waffenzubehör. Daneben werden auch etliche Datenträger sichergestellt, die hinsichtlich strafbarer Handlungen gegen die sexuelle Integrität und Selbstbestimmung durch das Landeskriminalamt Niederösterreich überprüft werden. Das Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung Niederösterreich überprüft indes etwa 100 illegal besessene Waffen.

Waffen- und Pornosammler

Gegenwärtig steht nur fest, dass es sich bei dem 81-Jährigen vermutlich um einen Waffensammler handelt. Gegen ihn liegen keine Hinweise auf einen terroristischen oder religiös motivierten Hintergrund vor.

Gegen den 81-Jährigen wurde ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein Waffenverbot ausgesprochen. Er wird nach Abschluss der Erhebungen an die Staatsanwaltschaft Korneuburg angezeigt.

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